Trotz eisiger Kälte

Heizsaison ist billiger als im Vorjahr

Steiermark
01.03.2018 05:05

Unglaublich, wie bitterkalt es aktuell ist: Das Steirerland wird zum Eiskasten! Kein Wunder, dass überall die Heizungen auf Hochbetrieb laufen. „Der Wärmeverbrauch war in den vergangenen drei Tagen doppelt so hoch wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres“, rechnet man bei der Energie Steiermark vor. Kurios: 2017 heizten die Steirer noch mehr – weshalb man sich heuer sogar Geld sparen dürfte!

Auch, wenn man es angesichts der extremen Kältewelle kaum glauben kann: „Eine Analyse der gesamten Heizsaison zeigt, dass wir beim Verbrauch bis dato fünf Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres liegen“, so Energie-Steiermark-Sprecher Urs Harnik zur „Krone“. Der Grund dafür: Der Jänner 2017 war wesentlich kälter als der heurige. Dennoch hatten es die vergangenen Tage in sich: Gestern wurden etwa 460.000 Kilowatt Fernwärme an 67.000 Grazer geliefert. Das ist doppelt so viel als im vergangenen Jahr…

Trotzdem funktionierte die Versorgung dank einer 60-Millionen-€-Investition problemlos: „Dank mehrerer Maßnahmen kann voraussichtlich bereits nächstes Jahr das Kohlekraftwerk Mellach stillgelegt werden“, prognostiziert Harnik.

Dass dieser Winter tatsächlich relativ günstig werden könnte, zeigen auch jüngste Preiserhebungen der Grazer Arbeiterkammer. So sind die Heizölpreise zuletzt um 2,5 Prozent gesunken. Ein 3000-Liter-Tank kostet im Schnitt 2151 Euro und ist gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent billiger geworden. Bei Pellets sind die Tarife im Schnitt um 2 Prozent gefallen, das ist ein Minus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für eine Tonne müssen die Käufer der Holzröllchen jetzt zwischen 232 und 246 Euro berappen.

Gerald Schwaiger
Gerald Schwaiger
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