Do, 21. Juni 2018

Zeichnungen:

28.02.2018 06:14

Kaars Kinderschar

Ausstellung in der Galerie Eboran: Pure Lebendigkeit in wenigen Strichen

Auf Anneliese Kaar bin ich eigentlich durch Gottfried Goiginger, der für uns bereits seit 1984 die Kunstbücher gestaltet, gestoßen. Als ich in seiner Agentur die Zeichnungen seiner Frau entdeckte, war ich Feuer und Flamme und wusste sofort, dass ich damit eine Ausstellung gestalten möchte“, verrät Veronika Hitzl.

Aber selbst wenn Kaar die Galerie Eboran mit ihren Werken nun zum ersten Mal bespielt, handelt es sich bei der gebürtigen Linzerin in Salzburg längst um keine Unbekannte. Viele von uns hatten nämlich bestimmt schon einen ihrer Kunstkataloge, die sie für das DomQuartier gestaltet, in den Händen, bzw. führte zur Weihnachtszeit an ihrer Lichtinstallation in der Getreidegasse kein Weg vorbei!

Dem Zeichnen widmet sich die Grafikdesignerin erst seit ein paar Jahren. „Vermutlich habe ich als Ausgleich zu meinem Beruf damit angefangen. Mich fasziniert, dass in einer Welt der Bilderflut das zum Strich Reduzierte zum Wertvollsten wird, und man mit wenigen Linien so viel zum Ausdruck bringen kann.“

Ausdrucksstark sind ihre Arbeiten wahrlich. In der Eboran in Lehen trifft man nämlich auf eine Kinderschar, die sich ganz unverfälscht gibt und einem quasi entgegen hüpft. Kaar lässt die Mädchen und Burschen tanzen, turnen oder das Gesicht hinter ihren Händen verstecken, und das mit nur wenigen Strichen.

„Diese Unbefangenheit der Kinder in ihrer Gestik und Mimik, die so viele Emotionen und den individuellen Charakter zum Vorschein bringt, fesselt mich. Sie geben sich weit natürlicher als Erwachsene, und setzen nicht irgendwelche einstudierte Posen und Masken auf“, so Kaar, die die Motive für ihre teils großformatigen Bilder meist im Alltagsleben, auf der Straße oder im O-Bus findet. „Ich speichere sofort, was mir ins Auge sticht und bringe es zu Hause zunächst in Skizzenform und dann mit Acrylstiften oder Tusche zu Papier.“

Bis ihre Kinder, denen sie Namen wie Lea, Luisa, Olga oder Maurice gibt, laufen lernten, brauchte es eine ganze Weile. „Ich habe natürlich viel herum experimentiert, bis ich den perfekten Strich und die passenden Motive gefunden habe. Jetzt ist es allerdings an der Zeit sie loszulassen“, so die Künstlerin, die in einer neuen Werkserie schon für Nachwuchs sorgt.

Tina Laske
Tina Laske

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