Die Mutter der Kinder brach beim Urteil in Tränen aus. Dass ihr Mann trotz bereits mehrfach verhängter Haftstrafen nach seiner letzten Entlassung erneut mit Kokain und Haschisch handelte, hatte seine Frau gewusst. Dass er sich dabei in den Innsbrucker Drogenkreisen der Schwarzafrikaner herumtrieb und sich auch mit einer Prostituierten einließ, musste die Mutter dreier Kinder leider erstmals im Zuge des gestrigen Prozesses am Innsbrucker Landesgericht erfahren.
"Nur" eigene Sucht finanziert
Schöffenrichter Michael Pilgram schenkte dem geständigen Angeklagten Glauben, dass er kein total skrupelloser Kokaindealer sei. Dass er mit dem Weiterverkauf von Kokain und Haschisch an etliche Abnehmer vorwiegend die eigene Sucht finanzierte. Aber trotz Nachsicht aller Taxen: Der Schwarzafrikaner war rückfällig geworden. Und hatte kurz nach seiner Haftunterbrechung im März 2008 wieder mit dem Kokainhandel begonnen.
Bei der dadurch erhöhten Strafdrohung (bis 7,5 Jahre, statt bis 5 Jahre) war die verhängte Strafe (4,5 Jahre) ohnehin die Untergrenze. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
von Hans Licha, Tiroler Krone
Symbolbild










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