In St. Stefan ob Leoben, wo es binnen kurzer Zeit 38 Liter pro Quadratmeter geregnet hatte, wälzte sich eine Mure durch die Waldrandsiedlung. Ein Geschädigter ist Peter S.: "Es hat gerauscht, dann ist der Dreck gekommen." Der 46-Jährige deutet auf sein Carport (siehe Bild in der Mitte): "Genau diesen Weg hat die Mure genommen. Bei mir sind zwei Autos und ein Moped beschädigt."
"Die Feuerwehr kam - und wir mussten gehen"
86 Kilometer südöstlich droht im Ortsteil Feldbaum der Gemeinde Bad Gams ein Hang abzurutschen. Zwei Familien mussten am Donnerstag gegen 23 Uhr evakuiert werden. Raimund S. (36, linkes Bild) - er wohnt mit Ehefrau Daniela, den Kindern Selina (6) und Annalena (4) derzeit bei den Schwiegereltern - ist ein Betroffener: "Wir wollten gegen 22 Uhr ins Bett, dann haben wir ein lautes Rauschen gehört. Die Feuerwehr ist gekommen, wir haben gehen müssen. Seit acht Jahren leben wir da, so etwas ist noch nie passiert."
"Drei Tonnen Fisch verendet"
Zehn Kilometer nördlich verunreinigte in Marhof eine Mure sieben Fischteiche (siehe rechtes Bild). "Drei Tonnen Bachsaiblinge und Regenbogenforellen sind verendet", zieht Rudolf L., der Ehemann der Pächterin, eine traurige Bilanz: "Erst vier Wochen zuvor hat ein Unwetter 980 Kilo Fisch kaputt gemacht."
"Schlimmer war es nur 2002 und 1838"
"Im heurigen Sommer liegt die Niederschlagsmenge 57 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt", weiß Albert Sudy von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik: "Schlimmer war es nur noch 2002 und 1838."
von Manfred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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