Lauda über seine Pläne

Statt Niki wird Laudamotion abheben

Österreich
24.01.2018 06:00

Dreimal Formel-1-Weltmeister, jetzt auch dreifacher Airline-Gründer: Mit dem Kauf der wesentlichen Betriebsteile der Niki-Luftfahrt-GmbH startet Niki Lauda unter dem Namen Laudamotion erneut eine Fluglinie, die am 28. März erstmals abheben wird. Die "Krone" sprach mit ihm über seine Pläne.

Krone: Gratuliere zum Zuschlag, Herr Lauda. Wie haben Sie das geschafft?
Niki Lauda: Es war ein schönes Stück Arbeit. Um zwei Uhr nachmittags haben wir begonnen, um halb fünf in der Früh hab ich dann meine Unterschrift geleistet. Am Ende war es ein Match zwischen Vueling und mir.

Wie viel haben Sie denn draufgelegt im Vergleich zum ersten Kaufpreis?
Wir haben ausgemacht, dass über Geld nicht geredet wird. Aber meines war das beste Angebot, weil wir operativ alles optimal vorbereitet haben, damit wir im März wieder fliegen können.

Die „Krone“-Fotomontage zeigt, wie eine Maschine von Laudas Airline künftig aussehen könnte. (Bild: APA/ERWIN SCHERIAU, Markus Tschepp, "Krone"-Grafik, krone.at-Grafik)
Die „Krone“-Fotomontage zeigt, wie eine Maschine von Laudas Airline künftig aussehen könnte.

Sie müssen der Firma Fairplane jetzt sehr dankbar sein, dass sie mit ihrem rechtlichen Einspruch das Insolvenzverfahren nach Österreich zurückgeholt hat.
Jein, ich hab das Verfahren in Deutschland immer kritisiert, weil dort Fehler gemacht worden sind - und ich hab logischerweise recht behalten.

Was passiert jetzt?
Für Mittwoch habe ich eine Mitarbeiterversammlung bei Niki einberufen, ich will möglichst viele haben. Soweit ich weiß, sind die Piloten noch alle da.

Ab 28. März soll wieder geflogen werden?
Ja, mit dem Sommerflugplan. In Wien werden fünf statt bisher zwei Maschinen stehen, das wird aber in Zukunft immer mehr werden. Mit den anderen Fliegern muss ich die Slots bedienen, die bei Niki dabei waren (Anm.: z.B. von Düsseldorf aus). Für die Auslastung wird der Reiseveranstalter Thomas Cook sorgen. Ab Herbst wollen wir auch wieder Linie fliegen.

(Bild: MARKUS TSCHEPP)

Wird der auch an der Airline mitbeteiligt sein?
Nein, Käufer ist meine Bedarfsfluglinie Laudamotion, die gehört zu hundert Prozent mir. Die hat alle notwendigen Lizenzen, die so ein Flugbetrieb braucht.

Bleibt die Marke Niki erhalten?
Nein, Niki ist in Konkurs, auf die Marke habe ich daher keinen Zugriff.

Das heißt, die Maschinen werden auf Laudamotion umgepinselt?
Ganz genau.

(Bild: MARKUS TSCHEPP, "Krone"-Grafik)

Wie geht’s dann weiter?
Es ist noch viel zu tun, um alles hinzukriegen bis zum Start. Damit fang ich jetzt sofort an.

Manfred Schumi/Kronen Zeitung

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