Der vermeintliche Notruf war kurz nach Mitternacht bei der Polizeidirektion in der Paulustorgasse eingegangen. Der Anrufer erklärte, dass sich in der Nähe des Gebäudes eine Bombe befinde und in drei Stunden hochgehen werde.
Alkohol und Valium
Der wegen Einbruchsdiebstählen, Körperverletzung und anderer Delikte neunfach vorbestrafte Grazer meinte vor Gericht, dass er betrunken gewesen sei und Valium genommen habe. Außerdem habe er einen Mel-Gibson-Film angeschaut, in dem es um eine Bombendrohung gegangen sei. Dadurch sei er auf die Idee gekommen und er habe sich einen Spaß machen wollen.
Polizisten weckten Grazer aus dem Schlaf
Lustig fanden die Beamten die Drohung allerdings nicht, zumal direkt an die Direktion ein polizeiliches Anhaltezentrum mit rund 60 Insassen anschließt. Mit einer Rufpeilung wurde der 47-Jährige ausfindig gemacht. Eineinhalb Stunden nach dem Anruf weckten die Beamten den Grazer aus dem Schlaf. Bei der Festnahme habe er sich unkooperativ gezeigt.
"Bei solchen Drohungen hört sich der Spaß auf"
Vor Gericht beteuerte der Angeklagte, dass er die Drohung nicht ernst gemeint habe. Der Richter glaubte dem Grazer jedoch nicht und meinte, dass er den Polizisten wahrscheinlich sehr wohl einen Schrecken einjagen wollte. Er verurteilte den 47-Jährigen zu sechs Monaten unbedingter Haft. "Bei solchen Drohungen hört sich der Spaß auf," schloss Nauta. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
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