Der Tarif für das Stundenticket wurde Anfang Juli von 1,80 auf 1,90 Euro angehoben, die 24-Stunden-Karte kostet nun 4,10 statt 3,80 Euro. Und auch die Stammkunden, sprich die Jahreskartenbesitzer, wurden "belohnt": Sie müssen um satte 18 Euro (!) mehr blechen (Tipp: bis Ende August gibt es vom Land Steiermark auf Bus- und Bim-Tickets zehn Prozent Rabatt).
Nur Wien und Salzburg teurer
Der Vergleich zeigt ganz deutlich: Bei den "kleinen" Tickets (Einzelfahrt, 24-Stunden) liegt Graz im absoluten Spitzenfeld! Nur Wien und Salzburg sind teurer (außer man löst das Ticket bereits im Vorverkauf, dann ist nämlich Graz am teuersten). Bei den Langzeit-Tickets hingegen hält die Preisgestaltung der Grazer Öffis dem Vergleich stand.
Je länger man sich bindet, desto günstiger wird's
Warum das so ist, erklärt Nicole Kuss aus dem Büro der Grazer Vizebürgermeisterin und grünen Verkehrsstadträtin Lisa Rücker: "Die Preisgestaltung zielt darauf ab, die Leute langfristig zum Umsteigen zu motivieren." Je länger man sich bindet, desto günstiger fährt man.
Und was ist mit dem vor der Wahl versprochenen Ticket um einen Euro? "Eine spürbare Verbilligung der Öffis hätte jeden weiteren Ausbau unmöglich gemacht. Wir müssen aber in Bim und Bus investieren, um den Menschen eine attraktive Alternative zum Auto zu bieten!"
von Ernst Grabenwarter, "Steirerkrone"
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