Wer also die herrlichen steirischen Früchte in letzter Minute probieren will, muss sich beeilen! Sonst hätte er nämlich einiges versäumt: Für den Geschmack, den hohen Zucker- und Aromagehalt und die beachtliche Fruchtgröße aufgrund der vielen Niederschläge Ende April gab's heuer schon viel Lob von den zahlreichen Konsumenten.
Preise im Keller
Alles andere als zufrieden sind allerdings die steirischen Erdbeerbauern selbst. Die zunehmende Konkurrenz zwingt viele zur Aufgabe der Produktion. "Erdbeeren sind inzwischen das ganze Jahr erhältlich, auch zu erschwinglichen Preisen. Noch bevor Erntebeginn in der Steiermark ist, hat der Preis durch ausländische Waren eine Talsohle erreicht", sagt Manfred Wiesenhofer von der Landwirtschaftskammer.
Einige Bauern mussten Produktion aufgeben
Problematisch seien auch die gestiegenen Produktionskosten, die geringe Anzahl an Erntehelfern sowie das Schrumpfen der Anbauflächen (aktuell 140 Hektar in der Steiermark). Wiesenhofer: "Dazu kommt noch der Hagel, der heuer vieles zerstört hat. Kein Wunder, dass einige Bauern schon die Produktion aufgeben mussten."
Jetzt sei die Solidarität der Kunden gefragt: "Steirische Erdbeeren sind nicht nur besser – sie sichern auch Arbeitsplätze im Land! Und zwar gar nicht so wenige."
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