Thier hat in den vergangenen Tagen viel mit Grazer Schülern gesprochen. Grundtenor laut Thier: "Die Schüler fürchten, dass die Lehrer künftig noch weniger Zeit haben werden, sich um den Einzelnen zu kümmern. Zwei Stunden mehr Unterricht bedeutet ja auch, dass die Lehrer mehr Vor- und Nachbereitungszeit brauchen."
"Zutiefst undemokratisch"
Zudem fürchtet Thier, dass der Lehrer-Frust gewaltig sein wird und ebenfalls Auswirkungen auf die Unterrichtsqualität haben könnte. Und: "Niemand hat vorher mit uns Schülern über die Pläne gesprochen. Aber auch wir sind von der Neuregelung massiv betroffen. Dieses Vorgehen des Bundesministeriums ist zutiefst undemokratisch."
"Bei Bildung darf nicht gespart bleiben"
Thier kündigt einen großen Schülerstreik in Graz an: "Wir wollen darauf hinweisen, dass nicht bei der Bildung gespart werden darf. Warum wird der Rotstift nicht bei den finanzmaroden Gebietskrankenkassen angesetzt? Es geht um die Zukunft der jungen Menschen in Österreich!"
Streik-Zeitpunkt noch nicht fixiert
Wann die Grazer Schüler streiken, ist noch nicht fixiert. Noch diese Woche bittet Thier, der auch stellvertretender Landesschulsprecher ist, die Schülervertreter der Grazer Schulen an einen Tisch, um das exakte Vorgehen zu beraten. Gernot Thier ist jedenfalls überzeugt: "Die Lehrer sind in diesem Fall sicher auf unserer Seite."
von Gerald Richter, "Steirerkrone"
Symbolbild
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.