Überwachung fix

Straßenbahnen werden mit Kameras ausgestattet

Steiermark
18.12.2008 14:21
Die grüne Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker bleibt skeptisch, lässt Überwachungs-Kameras in Straßenbahnen aber nun zu. Bedingung: Der Datenschutz muss gewahrt sein. Betroffen sind die 45 neuen Garnituren, die ab 2009 geliefert werden. Kameras in alte Trams einzubauen, wäre zu teuer. Und: Harte Linie gegen Fußball-Rowdys!

"Gegen bestimmte Vorfälle, wie etwa Taschendiebstähle, sind Kameras sicherlich das beste Mittel", so Rücker. Die Vize-Bürgermeisterin pocht aber darauf, dass der Datenschutz gewährleistet bleiben muss: "Wer hat Zugang zu den Daten? Wie lange werden diese aufbewahrt? Wer übernimmt die Löschung? Diese Fragen müssen geklärt werden!" Zusätzlich soll es Schulungen für GVB-Fahrer und Kontrollore geben, die immer wieder Pöbeleien, Beschimpfungen und sogar körperlichen Attacken ausgesetzt sind. Rücker: "Es ist auch der Wunsch vieler GVB-Mitarbeiter, dass es Konflikt- und Deeskalationsschulungen gibt."

Kameras sind Rowdies wurscht
Gegen den grassierenden Vandalismus würden die Kameras aber erwiesenermaßen so gut wie gar nichts ausrichten, weiß Rücker. Besonders nach Fußballspielen in der UPC-Arena käme es immer wieder zu enormen und teuren Schäden an GVB-Garnituren. Rücker: "Wenn wir die Fans nicht in den Griff kriegen, können sie in Zukunft eben nicht mehr die Straßenbahnen benutzen. In anderen Städten ist das so üblich." Prinzipiell benutzten die GVB für Fahrten vor und nach dem Match nur noch alte Garnituren.

Mit Rückers Zustimmung steht der Video-Überwachung zumindest in den neuen Bim-Garnituren nun nichts mehr im Wege.

von Gerald Richter, "Steirerkrone"

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