24.10.2002 10:35 |

Rückschlag

Kondor-Babys an Müll gestorben

Die ersten drei in Freiheit geschlüpften kalifornischen Kondor-Küken seit 18 Jahren sind aus ungeklärter Ursache gestorben. Wie die "Los Angeles Times" berichtete, wurde ein fünf Monate alter Vogel Anfang dieser Woche in einer Sandsteinhöhle in Südkalifornien tot gefunden.
Dies ist der dritte Todesfall innerhalb vondrei Wochen. Die seltene Brut stammte von Kondor- Pärchen,die in der Gefangenschaft aufgezogen und 1995 in die freie Wildbahnentlassen wurden.
 
Wissenschaftler vom Zoo in San Diego hatten dasSchlüpfen der Küken im Frühjahr als "historischenMoment" für die Erhaltung der vom Aussterben bedrohten Vögelgewürdigt. Der Verlust des Nachwuchs sei ein schwerer Rückschlag,sagte der Koordinator des Auswilderungsprogramms, Bruce Palmer.
 
Die Wissenschaftler wollen nun die möglicheTodesursache untersuchen. Im Magen von einem der drei gestorbenenKüken fanden sie zahlreiche Gegenstände, darunter Flaschenverschlüsse,Glasscherben und Schrauben. Der junge Vogel hatte etwadie Größe eines Truthahns erreicht.
 
Der kalifornische Kondor ist mit einer Flügelspannweitevon fast drei Metern der größte Vogel Nordamerikas.1984 wurden die letzten 8 natürlich vorkommenden Exemplareeingefangen, damit sie sich in Zoos vermehren konnten. Anfangder 90er Jahre wurden die ersten Tiere in Arizona und Kalifornienwieder ausgewildert.
 
Heute befinden sich 63 Vögel in freier Wildbahnund mehr als 100 in Zuchtprogrammen.
Donnerstag, 13. Mai 2021
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