Nach Gössendorf und Kalsdorf sollen in Gratkorn und Stübing die nächsten Kraftwerke an der Mur entstehen. Partner sind Verbund und Steweag-Steg - sie begründen die Notwendigkeit des 100-Millionen-Euro-Projektes so: "Wir leisten einen Beitrag zur energiepolitischen Unabhängigkeit des Landes und beliefern 30.000 Haushalte mit Strom", sagt Steweag-Steg-Vorstandsdirektor Franz Kailbauer. Verbund-Chef Michael Amerer sieht in der Nutzung von Wasserkraft einen wichtigen Schritt zur Senkung der CO2-Emissionen.
Gibt es einen positiven Umweltbescheid, werden 2010 in Gratkorn, zwei Jahre später in Stübing die Bagger auffahren. "In Stübing wird der Standort so gewählt, dass die Bahnstrecke nicht behindert wird. An einigen Stellen muss die Straße aber höher gelegt werden", sagt Projektleiter Arnulf Krampl.
"Letzte Fließstrecken gehen verloren"
Kritik kommt von Grün-Gemeinderätin Andrea Pavlovec-Meixner: "Die letzten freien Mur-Fließstrecken bei Graz gehen verloren! Außerdem wird sich die Gewässergüte verschlechtern."
von Jörg Schwaiger, "Steirerkrone"'
Symbolbild
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