Garics will sich beim Tabellen-Neunten der abgelaufenen Serie-A-Saison einen Stammplatz erarbeiten, den er bei Napoli zuletzt nicht mehr innegehabt hatte.
In Bergamo werden ihm unter dem ehemaligen AS-Roma-Trainer Luigi Del Neri bessere Chancen eingeräumt. Garics kann sowohl als rechter Außenverteidiger als auch im defensiven Mittelfeld spielen. Im 3-5-2-System von Naploli war er zumeist im rechten Mittelfeld zum Einsatz gekommen. Die Neapolitaner hatten die abgelaufene Serie-A-Saison unmittelbar vor Atalanta auf Rang acht beendet und einen UEFA-Cup-Platz damit knapp verpasst.
"Unbedingt mehr Spielpraxis sammeln"
"Er muss unbedingt mehr Spielpraxis sammeln", begründete der bekannte Film-Produzent und Napoli-Präsident Aurelio De Laurentiis den Leihvertrag, der offenbar keine Kaufoption beinhaltet. Garics steht in Neapel noch bis 2011 unter Vertrag. In der Lombardei spielt er unter anderem an der Seite des italienischen Stürmerstars Christian Vieri, der erst am Montag für ein Jahr bei seinem Ex-Verein Atalanta unterschrieben hatte.
Garics wechselte 2006 in die Serie A
Garics war 2006 von Österreichs Rekordmeister Rapid nach Neapel gewechselt und hatte mit dem ehemaligen Club von Diego Maradona prompt den Wiederaufstieg in die Serie A geschafft. Sein Fixleiberl hatte der 24-Jährige in der vergangenen Saison aber sukzessive verloren. Zuerst hatte Napoli im Winter den italienischen U21-Teamverteidiger Fabiano Santacroce verpflichtet, nun folgte auf derselben Position auch noch Christian Maggio.
Tor bei Länderspiel-Debüt
Dennoch hatte Garics immerhin 26 Ligaspiele bestritten und in der vorletzten Runde gegen den AC Milan (3:1) seinen ersten Treffer in der Serie A erzielt. Im ÖFB-Team hält der gebürtige Ungar ebenfalls bei einem Tor. Das hatte er gleich bei seinem Debüt am 6. Oktober 2006 in Vaduz gegen Liechtenstein (2:1) erzielt und damit seinem ehemaligen Rapid-Trainer Josef Hickersberger womöglich den Job als Teamchef gerettet.
Mittlerweile hat Garics, der mit 14 Jahren aus seiner Heimatstadt Szombathely (Steinamanger) zum Nachwuchs von Rapid gekommen war, 14 Länderspiele für Österreich bestritten. Bei der EURO 2008 war der Defensiv-Allrounder in den Gruppenspielen gegen Polen (1:1) und Deutschland (0:1) jeweils rechts in der Defensive zum Einsatz gekommen. Im Auftaktspiel gegen Kroatien (0:1) hatte noch Joachim Standfest an seiner Stelle gespielt.
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