Bandscheibenvorfall: Olympia ohne Reichelt

27.01.2014, 21:36
Die schlimmsten Befürchtungen sind eingetroffen: Kitzbühel-Sieger Hannes Reichelt fällt für Olympia aus. Seine anhaltenden Rückenschmerzen stellten sich am Montag als akuter Bandscheibenvorfall heraus. Reichelt wurde bereits operiert. Als Olympia-Ersatz für den 33-Jährigen wurde Joachim Puchner nominiert.

Puchner ist ein Kandidat für Starts in Abfahrt, Super- G und Super- Kombination, hat aber vor allem in den Speed- Bewerben nur Außenseiterchancen. Durch den Ausfall von Reichelt werden die Karten im ÖSV- Aufstellungspoker für die Alpin- Bewerbe der Herren neu gemischt.

Die Verletzung Reichelts war bei einer MRI- Untersuchung im Innsbrucker Sanatorium Kettenbrücke diagnostiziert worden, noch am Abend folgte die Operation. "Zum Glück habe ich mich noch zu dieser Untersuchung entschlossen, sonst hätte das schlimme Folgen für mich haben können. Die Bilder sprechen für sich, eine Operation ist unausweichlich. Die Gesundheit geht einfach vor, und ich möchte nach meiner Karriere noch sportlich aktiv sein. Leider ist damit auch der Olympia- Traum geplatzt", so Reichelt nach der Diagnose.

Rückenprobleme seit September 2013

Trotz der großen Erfolge hatten Reichelt die Rückenprobleme bereits seit September 2013 stets begleitet. Zunächst musste der Sieger von sieben Weltcup- Rennen seine einstige Lieblingsdisziplin Riesentorlauf ad acta legen, in Kitzbühel holten ihn dann die starken Schmerzen aber auch in der Abfahrt ein. Deshalb entschied sich Reichelt am Montag zur genaueren Untersuchung.

Die Diagnose bedeutete natürlich auch für ÖSV- Herren- Cheftrainer Mathias Berthold eine echte Hiobsbotschaft. "Für uns alle ist das ein extremer Schlag. Mir tut es für den Hannes extrem leid. Er war in der Form seines Lebens und kann jetzt beim wichtigsten Rennen der Saison nicht mitfahren", meinte Berthold am Montagabend in Schladming.

"Dass er Rennen gewonnen hat, ist fast unglaublich"

"Wir haben bereits im Vorfeld der Kitzbühel- Abfahrt gesehen, wie schlecht es dem Hannes geht. Dass er das Rennen dann sogar gewonnen hat, ist fast unglaublich", so Berthold. Doch Reichelts Zustand verschlechterte sich fast stündlich. "Im Super- G war es dann richtig schlecht."

Die Option, dass sich Reichelt mit Injektionen und Schmerzmitteln durch Olympia quälen könnte, sei absolut "unverantwortlich". "Der Zustand ist so schlimm, dass es medizinisch unverantwortlich wäre, wenn Hannes auch nur einen weiteren Schwung fahren würde. Es war also wirklich höchste Zeit für diese Untersuchung", berichtete Berthold. ÖSV- Sportdirektor Hans Pum: "Wir wünschen ihm alles Gute und schnelle Genesung, damit er bald wieder zurückkommt."

27.01.2014, 21:36
AG/red
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