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01.10.2016 - 07:03
Die durchsiebte Fahrerkabine des Todes-Lkws; Blumen, Kerzen und Briefe auf der Promenade in Nizza
Foto: AFP

Nizza: Franzose verlor sechs Familienmitglieder

17.07.2016, 07:53

84 Menschenleben hat der 31 Jahre alte Mohamed Lahouaiej- Bouhlel während seiner Todesfahrt in der Nacht auf Freitag auf der belebten Flaniermeile Promenade des Anglais ausgelöscht. Unter den Opfern sind auch sechs Mitglieder einer französischen Familie. Der einzige Überlebende der Terrornacht ist Christophe Lyon. Er verlor seine Eltern, Schwiegereltern, seine Ehefrau und seinen Sohn und ist laut Medienberichten schwer traumatisiert und nicht ansprechbar.

Lyon war Medienberichten zufolge mit seiner Frau Veronique Pellegrini (55), seinem Sohn Michael Pellegrini (28), seinen Eltern Gisele und Germain Lyon (63 und 68 Jahre alt) und seinen Schwiegereltern Francois und Christiane Locatelli (82 und 78 Jahre alt) auf Urlaub in Nizza. Laut Aussagen von Freunden und Bekannten hatten sich alle schon sehr auf den Nationalfeiertag gefreut haben. Das traditionelle Feuerwerk sollte der krönende Abschluss eines tollen Tages werden. Doch es wurde zur schlimmsten Alptraum der Familie.

Gymnasium trauert um Sohn des Franzosen

Michael war Lehrer für Wirtschaft an einem Privatgymnasium in Longwy in Ostfrankreich. Seine Mutter arbeitete als Kindergartenhelferin. Das Gymnasium Recollets teilte auf seiner Website mit: "Die große Recollets- Familie hat ein Mitglied verloren. Wir trauern mit den Hinterbliebenen." Die Locatellis waren in ihrem Wohnort Herserange im Nordosten Frankreichs bei vielen Menschen bekannt.

Laut der französischen Zeitung "Liberation" "liebte" Christiane Locatelli das Lachen. Ihre ältere Schwester wurden von dem Blatt mit folgenden Worten zitiert: "Sie hat erst vor Kurzem auf einer Postkarte gefragt, wie es mir ginge. Am Ende wurde sie von einem Idioten getötet."

Gemeinde "weint um unschuldige Menschen"

Große Trauer herrscht auch in der südfranzösischen Gemeinde Bram, wo Christophe Lyons Eltern gewohnt haben. "Wir weinen um diese unschuldigen Menschen, die lediglich einen Abend mit ihrer Familie verbringen wollten und schlussendlich dem Blutrausch dieses Mannes zum Opfer fielen."

Hier  können Sie über einige weitere Opfer lesen, die bisher identifiziert werden konnte.

Die Zahl der Toten könnte noch steigen, denn nach wie vor befinden sich 121 Verletzte in den umliegenden Krankenhäusern. 26 Patienten schwebten in Lebensgefahr, darunter fünf Kinder. Gerade einmal sechs Monate alt ist das jüngste der verletzten Kinder.

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krone.at/AG
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