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04.12.2016 - 15:36
Foto: isis twitter.comRaqqa_SL

"Hunderte Dschihadisten planen Anschläge"

04.05.2016, 14:04

"Hunderte Dschihadisten planen Terroranschläge auf europäischem Boden!" Mit diesen drastischen Worten hat am Mittwoch Israels Verteidigungsminister Moshe Ya'alon im Rahmen eines Besuchs seines polnischen Amtskollegen Antoni Macierewicz Europa vor weiteren Terroranschlägen gewarnt. Die Attentate von Paris und Brüssel seinen demnach "nur der Anfang" gewesen.

"Die Versuche, Terrorattacken auf Ziele in Europa auszuführen, werden weitergehen", erklärte Ya'alon, der sich auf Informationen des Geheimdienstes berief, weiter. Die großen Dschihadistenorganisationen wie z.B. der Islamische Staat sind fest dazu entschlossen, zu kämpfen. Dies werde sich auch nicht ändern, solange das Blutvergießen in Syrien nicht aufhört.

Der israelische Verteidigungsminister Moshe Ya'alon
Foto: APA/AFP/PIO/CHRISTOS AVRAAMIDES

Hunderte Dschihadisten bereits in Europa aktiv

Unterdessen seien Hunderte radikale Islamisten bereits dabei, in Westeuropa Waffen zu horten und Informationen zu sammeln. Viele von ihnen würden dabei von ihren Kampfeinsätzen im syrischen Bürgerkrieg profitieren. Was Israel selbst angeht, würde das Land alles tun, um zumindest die Auswirkungen der humanitären Katastrophe zu lindern. "Als Juden können wir das Leid der Flüchtlinge nicht ignorieren", so Ya'alon.

Der Verteidigungsminister erklärte Macierewicz gegenüber, dass man gemeinsame Interessen, Werte und Herausforderungen teile: "Unglücklicherweise ist Israel sehr erfahren im Umgang mit solchen Problemen. Wir sind bereit, unser Wissen und unsere Technologie zu teilen."

Viele Flüchtlinge aus Syrien kommen per Boot nach Europa.
Foto: AP

EU und Türkei vereinbarten Umsiedlungsprozedur

Unterdessen hat sich Syriens nördlicher Nachbar, die Türkei, am Mittwoch mit der EU auf ein Verfahren zur Auswahl der syrischen Flüchtlinge verständigt, die im Rahmen des EU- Türkei- Abkommens umgesiedelt werden sollen. Vorerst sollten nur Syrer in der EU aufgenommen werden, die vor dem 29. November 2015 in der Türkei Schutz gesucht haben. Demnach sollen Mädchen und Frauen in Gefahr, Überlebende von Gewalt und Folter sowie kranke und behinderte Flüchtlinge bei der Umsiedelung bevorzugt werden.

Ausgeschlossen werden dagegen Personen, die bereits früher in die EU eingereist sind oder es versucht haben. Flüchtlinge, die für die Umsiedelung ausgesucht werden, müssten sich damit einverstanden erklären, dass sie ihr EU- Zielland nicht selbst aussuchen zu können.

04.05.2016, 14:04
red
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