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26.09.2016 - 22:55
Gegenüber 2014 gab es in Deutschland im Vorjahr eine fast zehnprozentige Steigerung an Einbrüchen.
Foto: dpa, thinkstockphotos.de, Polizeiliche Kriminalstatistik 2015

Deutschland verdoppelt Haftstrafen für Einbrecher

28.05.2016, 13:17

Deutschland schlägt Alarm: Laut Innenminister Thomas De Maiziere sei die Zahl der Wohnungseinbrüche auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Seine Partei will deshalb das Strafrecht für Einbrecher spürbar verschärfen. Die Mindeststrafe von drei auf sechs Monate verdoppelt werden! "Die Höchststrafe läge dann automatisch bei zehn Jahren. Das wäre ein deutliches Signal des Gesetzgebers an die Strafjustiz, Wohnungseinbrüche generell härter zu ahnden", sagt CDU- Fraktionsführer Volker Kauder in der "Süddeutschen Zeitung".

"Es darf keinen sogenannten minder schweren Fall des Wohnungseinbruchs mehr im Strafgesetzbuch geben. Mit einer Verschärfung würde die Mindeststrafe für Wohnungseibrüche in jedem Fall sechs Monate betragen und könnte nicht mehr auf drei Monate abgesenkt werden", begründete De Maiziere am Freitag die Forderung der CDU.

Aufgrund der aktuellen Zahlen bestehe dringender Handlungsbedarf. Denn in Deutschland gab es 2015 mehr als 167.000 Einbrüche - um knapp 10 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Laut Statistik steigt alle drei Minuten irgendwo im Land ein Dieb ein.

In Deutschland wurden im Jahr 2015 mehr als 167.00 Einbrüche registriert.
Foto: APA/dpa/Daniel Maurer

Niedrige Aufklärungsquote, hohe Zahl ausländischer Banden

Die Aufklärungsquote lag zudem nur bei 15 Prozent. "Die hohen Fallzahlen sind vor allem auf reisende Tätergruppen aus Ost- und Südosteuropa zurückzuführen. Deren Anteil hat sich in den letzten Jahren überproportional nach oben entwickelt", so De Maiziere.

Die CDU will laut Kauder außerdem "den Wohnungseinbruch in den Katalog der Straftaten aufnehmen, bei denen grundsätzlich Telekommunikationsüberwachung möglich ist, um die Verdächtigen leichter überführen zu können". Schließlich müsse man "immer wissen: Das sind vielfach straff organisierte Banden, die da unterwegs sind - der Staat muss ihnen mit Härte begegnen".

Unions-Fraktionschef Kauder
Foto: AFP

Banden setzen vermehrt junge Frauen ein

Generell gehen Kriminologen davon aus, dass hauptsächlich Männer die Täter sind. Aber eben nicht nur. BKA- Chef Andre Schulz sagte am Freitag, dass Banden vermehrt junge Frauen auf Diebestouren schicken würden, weil sie grundsätzlich weniger Argwohn wecken. "Oft handelt es sich bei diesen Täterinnen um junge Mädchen mit südosteuropäischem Aussehen, oftmals erst elf oder zwölf Jahre alt."

Höhere Strafen: Sicherheitsexperten skeptisch

Für Sicherheitsexperten werden abschreckende Strafen allein die Zahl der Einbrüche kaum senken können. Denn das größte Problem sei, die meist aus dem Ausland stammenden Täter überhaupt zu schnappen. Kauder fordert daher eine bessere internationale Zusammenarbeit, "um die Banden auch grenzüberschreitend dingfest machen zu können". Zudem verlangt er 15.000 zusätzliche Polizeibeamte für Deutschland.

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fho, krone.at
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