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07.12.2016 - 15:46
Foto: dapd

US- Familie muss 80- Mio.- Goldschatz zurückgeben

10.09.2012, 15:07
Oft liegen Freud' und Leid nahe beisammen, wie Familie Langbord aus Philadelphia feststellen musste. In einem geerbten Tresor fanden sie zehn Goldmünzen mit einem Wert von 80 Millionen Dollar – doch sie müssen den Schatz zurückgeben, wie nun ein Gericht urteilte. Schließlich waren die Münzen widerrechtlich in Familienbesitz gelangt.

Als Joan Langbord und ihre zwei Enkel im Jahr 2003 einen alten Tresor aus dem Besitz ihrer Vorfahren aufbohrten, staunten sie nicht schlecht. In dem Safe befanden sich zehn sogenannte "Saint- Gaudens Double Eagles"- Goldmünzen, die im Jahr 1933 geprägt worden waren, wie "ABC News" berichtete.

Zum Zeitpunkt ihrer Entstehung waren die "Double Eagles" gerade einmal 20 Dollar wert. Die meisten der Münzen wurden zu Goldbarren eingeschmolzen, nachdem Präsident Theodore Roosevelt das auf Gold basierende Währungssystem abgeschafft hatte.

Die verbliebenen Münzen aber haben eine enorme Preissteigerung erlebt: 2002 wurde eines der Geldstücke beim Auktionshaus Sotheby's für 7,5 Millionen Dollar verkauft. Experten schätzen den Goldschatz der Familie Langbord aufgrund der Wertsteigerungen und des Goldpreises auf 80 Millionen Dollar.

Kassier verkaufte Münzen an Langbord- Vorfahr

In den Langbord'schen Tresor gelangten die Münzen auf illegale Art und Weise: Ein Kassierer der Münzprägeanstalt in Philadelphia soll 33 der Goldstücke entwendet und dem örtlichen Münzhändler, Israel Switt – einem Vorfahren der Langbords – verkauft haben. Die Freude über den wertvollen Fund währte daher nicht lange: Als Joan Langbord ihren Fund auf seine Echtheit prüfen lassen wollte, wurden die Münzen beschlagnahmt. Entschädigung erhielt die Familie keine, worauf sie vor Gericht zog.

Nachdem sich das Verfahren durch mehrere Instanzen und über einige Jahre zog, entschied nun ein Gericht, dass die Münzen der Regierung gehören. Richter Legrome Davis vom Eastern District Court of Pennsylvania begründete seine Entscheidung damit, dass keine der 445.000 geprägten "Double Eagles" in Umlauf hätte kommen sollen und es keinerlei Aufzeichnungen über die Rechtmäßigkeit der Entnahme durch den Kassier gegeben habe.

Switt wusste, woher Münzen waren

Erschwerend komme hinzu, so der Richter, dass Israel Switt im Jahr 1944 durch den Secret Service befragt worden sei, nachdem zwei der Münzen aufgetaucht waren und ihre Herkunft zu ihm zurückverfolgt worden sei. "Switt hat damals alles geleugnet, aber einige Jahre später einem Freund erzählt, woher er die Münzen tatsächlich hatte, wie aus den Aufzeichnungen hervorgeht."

Der Anwalt der Familie Langbord, Barry Berke, erklärte, der Fall werfe viele neue rechtliche Fragen auf. So stünde etwa die Macht der Regierung zur Debatte, Besitz zu konfiszieren. Die Langbords würden Berufung einlegen. Denn in einem ähnlichen Fall im Jahr 1993 seien die Erlöse von 7,59 Millionen Dollar zwischen der Regierung und den Besitzern aufgeteilt worden.

10.09.2012, 15:07
mbr
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