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08.12.2016 - 16:53
Foto: Viennareport

Jennifer Hudson vergibt dem Familienmörder

11.09.2012, 12:55
Jennifer Hudson hat sich seit der Verurteilung des Mörders ihrer Mutter, ihres Bruders und ihres Neffen nun erstmals zu Wort gemeldet und erklärt, William Balfour seine Tat verziehen zu haben. Zu Gast bei Oprah Winfreys Talkshow "Oprah's Next Chapter" antwortete sie am Montag auf Nachfrage: "Ja, weil ich das Gefühl habe, dass es größtenteils nicht seine Schuld ist. Er wurde so aufgezogen."

Obwohl Balfour, der zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt wurde, der entfremdete Ehemann von Hudsons Schwester Julia und somit einst Teil der Familie war, gesteht die Sängerin und Schauspielerin, ihn kaum gekannt zu haben. "Viele Dinge, die wir nicht über ihn wussten, kamen ans Tageslicht - was seine Erziehung anging. Er hatte nie eine Chance im Leben. Wenn er die Liebe, die uns unsere Mutter gab, erfahren oder einen anderen Hintergrund gehabt hätte, dann hätte er eine Chance gehabt."

Seit der Beerdigung ihrer Mutter Darnell, ihres Bruders Jason und ihres damals siebenjährigen Neffen Julian - dem Sohn ihrer Schwester - war Hudson nicht mehr am Grab ihrer Liebsten, möchte diese nun jedoch endlich wieder besuchen. "Ich war nicht mehr an den Gräbern, seitdem sie beerdigt wurden, aber jetzt will ich hin, weil ich das Gefühl habe, dass wir etwas erreicht haben", so die Entertainerin. "Wir haben es geschafft. Wir haben für Gerechtigkeit gesorgt. Ich hätte nicht mit leeren Händen zurückkehren können. Jetzt, da für Gerechtigkeit gesorgt wurde, habe ich das Gefühl, es verdient zu haben, sie zu besuchen."

Richtig zu trauern, fiel Hudson indes zunächst schwer, als sie im Herbst 2008 die Morde an gleich drei Familienmitgliedern verkraften musste. "Es waren so viele Schocks zugleich", erläutert sie dazu. "Um wen hätte ich zuerst trauern sollen? Mit wem sollte ich anfangen? Das ging nur stückchenweise. Es war zu viel. Das war verwirrend. Meine Gefühle waren total durcheinander."

11.09.2012, 12:55
AG/red
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