Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
25.04.2017 - 18:49
Tatort Elisabethstraße: In diesem Wohnhauses fand die Exekutive den toten Serben (30).
Foto: Markus Tschepp

"Wuschelkopf" und der Mordfall

22.11.2016, 09:27

Die Anklage gegen zwei Syrer (19) ist raus: Einer muss sich wegen Mord, der andere wegen schweren Raubes verantworten. Aleksandar M. (30) wurde erwürgt, die Leiche warfen die Beiden in eine Badewanne und räumten die Wohnung leer. Doch das Duo machte peinliche Fehler - Reue zeigte es bisher auch keine.

10. Juli 2015: Gewaltsam öffnete die Polizei eine Wohnung in der Elisabethstraße, im Bahnhofsviertel der Stadt Salzburg. Dort fanden sie Aleksandar M. (30), tot, in seiner Badewanne liegend. Der serbische Volksmusiker hatte zuvor zwei Syrer bei der WC- Anlage am Bahnhof kennengelernt. Er jobbte dort. Und nahm die Männer auch mit zu sich nach Hause. Was er da noch nicht ahnen konnte: Der anerkannte Flüchtling und der Asylwerber nutzen die Freundlichkeit von M. eiskalt aus.

So fesselten die 19- Jährigen den Serben mit Kabelbinder, schlugen mit der Forderung nach dem Bankomat- Pin auf ihn ein. Doch aus dem anfangs geplantem Raubüberfall wurde Mord: M. ist an den Folgen einer Gewalteinwirkung am Hals gestorben - also erdrosselt worden. Nach der Tat legten die Täter ihr Opfer in die Badewanne, ließen Wasser ein und versprühten Waschmittel und Kosmetika, um Spuren zu verwischen. Der erste peinliche Fehler: Das Wasser lief aus - für die Polizei sah es sofort nach einer Bluttat aus. Der zweite Patzer: Die Syrer gingen am Tag der Tat mehrmals in der Wohnung ein und aus. Mit großen, schwarzen Müllsäcken. Das sagen Zeugen, die einen der Täter auch als "Wuschelkopf" beschrieben.

Ausweis am Tatort verloren

Fatal war aber der dritte Fehler: Die Polizei fand am Tatort den Ausweis von "Wuschelkopf". Bei der Festnahme hatte dieser nicht nur ein T- Shirt seines Opfers an, sondern auch eine Bankomatkarte des Mordverdächtigen. Im Verhör legten beide ein Geständnis ab. Dem Mörder droht die Höchststrafe, "Wuschelkopf" könnte bis zu 15 Jahre sitzen. Ein Prozesstermin steht noch aus.

22.11.2016, 09:27
Antonio Lovric, Kronen Zeitung/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum