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23.06.2017 - 13:24
Foto: ÖAMTC (Archivbild)

Traurige Bilanz: 6 Lawinentote in nur einer Woche

06.01.2015, 18:54
Erst nach Weihnachten kam in weiten Teilen Österreichs der erste Schnee, und dennoch sind bereits jetzt sechs Lawinentote innerhalb einer Woche zu beklagen! Besonders oft schlug der "Weiße Tod" in Tirol zu, wo es in fünf Tagen vier Opfer gab.

Die unheimliche Serie begann zu Jahresende, als bei einer Skitour am Großen Pyhrghas in Oberösterreich ein einheimischer Berg- und Kletterprofi (31) unter eine Lawine kam. Er hatte sich gerade mit seinen Begleitern darüber beraten, ob man die Tour abbrechen sollte, als ihn die Schneemassen verschütteten.

Am Neujahrstag begab sich im Sellraintal in Tirol ein einheimischer Bergretter (52) allein auf Skitour. Als er am Abend nicht nach Hause kam, schlug die Familie Alarm. Doppelt tragisch: Bei der Suche beteiligten sich die beiden Söhne des Mannes. Er hatte zu Weihnachten einen Lawinenairbag geschenkt bekommen, diesen bei seiner Tour aber nicht mitgehabt.

Das nächste Lawinenopfer war am 3. Jänner im Tiroler Obergurgl zu beklagen, wo ein einheimischer Snowboarder (25) von einer Lawine mitgerissen wurde. Nur zwei Tage später starben zwei US- Skirennläufer abseits der Piste in Sölden:  Sie waren in einen 40 Grad steilen Nordhang abseits der gesicherten Skipiste eingefahren und getötet worden. US- Botschafterin Alexa Wesner dankte den 60 heimischen Rettungskräften für ihren Einsatz.

Ebenfalls am 5. Jänner wurde im Vorarlberger Gargellen ein italienischer Skitourengeher (48) verschüttet  - er war allein unterwegs. Seine Leiche konnte erst am Dreikönigstag gefunden werden.

"Dieser Winter bleibt sehr gefährlich"

Die Lawinengefahr abseits gesicherter Pisten wird uns den ganzen Winter begleiten: Das sagt Rudi Mair, der Chef des Tiroler Lawinenwarndienstes. Der Grundstein dafür wurde mit den frühen Schneefällen im Oktober gelegt. Die weiße Pracht wurde in Schwimmschnee - ähnlich dem Hagelzucker auf einem Striezel - umgewandelt und bildet damit ein schlechtes Fundament, das keine Bindung zum weiteren Schnee eingeht. Bereits geringe Belastungen etwa durch Skitourengeher können damit eine Lawine auslösen.

Ein weiterer Grund sind die heftigen Stürme, die alle Schneefälle bisher begleitet haben. Mair: "Der Wind ist der Baumeister der Lawinen." Noch eine weitere Gefahr geht von Gleitschneelawinen aus. Eine Ursache dafür: Südseitige Hänge waren nicht durchgefroren. Skitourengeher müssen daher heuer besonders vorsichtig unterwegs sein!

06.01.2015, 18:54
Günther Krauthackl und Oliver Papacek, Kronen Zeitung/red
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