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09.12.2016 - 23:41
Foto: thinkstockphotos.de, APA/HERBERT PFARRHOFER, krone.at-Grafik

Noch nie so wenige Geisterfahrer wie im Vorjahr

11.02.2014, 06:24
Die Zahl der Geisterfahrer-Meldungen der Ö3-Verkehrsredaktion ist im Vorjahr auf ein Rekordtief gesunken: Insgesamt 363 Mal wurde vor Falschfahrern gewarnt, bilanzierte der Sender Dienstag früh. Damit lag der Schnitt erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1994 unter einer Meldung pro Tag. Nach zwei Jahren ohne Unfall mit Todesfolge kamen 2013 allerdings zwei Menschen durch einen Geisterfahrer ums Leben.

Gegenüber 2012 verringerte sich die Zahl von damals 392 um 29 Meldungen bzw. sieben Prozent. Der stärkste Monat im Vorjahr war der Juni mit 38 Warnungen, im Februar wurden mit 22 Geisterfahrern die wenigsten gezählt. Das Bundesländerranking führt zum sechsten Mal in Folge Niederösterreich an, dahinter folgen die Steiermark und Tirol. Am Ende der Reihung liegt erstmals seit 2008 nicht das Burgenland, sondern Vorarlberg.

Einen starken Zuwachs mit einer Verdoppelung der Anzahl gegenüber 2012 verzeichnete Salzburg, eine leichte Zunahme registrierte das Burgenland. In allen anderen Bundesländern blieb die Anzahl gleich oder ging zurück, am deutlichsten in der Steiermark und in Vorarlberg.

Südautobahn weiter am gefährlichsten

Die Südautobahn (A2) blieb jene Autobahn mit der größten Häufigkeit an Geisterfahrern. In Relation zur Gesamtlänge waren auf der Mühlkreisautobahn (A7) die meisten Falschfahrer unterwegs. Das mit Abstand am stärksten betroffene Teilstück in absoluten Zahlen war die Inntalautobahn (A12) im Abschnitt "Tiroler Unterland" zwischen Innsbruck- Ost und Kufstein mit 22 Meldungen.

Bei den Wochentagen führte 2013 der Samstag mit insgesamt 67 Meldungen, gefolgt vom Sonntag. Damit blieb das Wochenende die gefährlichste Zeit. Über den Tag verteilt war am späten Abend zwischen 21 und 24 Uhr das Risiko, auf einen Geisterfahrer zu treffen, am höchsten.

Abseits von Autobahnen und Schnellstraßen wurde 2013 fünfmal auf baulich getrennten Fahrstreifen vor Geisterfahrern gewarnt: zweimal auf der B37 zwischen Krems und Traismauer, ebenso zwei Fälle gab es auf der Nordbrücke in Wien, ein Falschfahrer verirrte sich auf die Brigittenauer Lände in der Bundeshauptstadt.

Einziger tödlicher Unfall im Juli in Tirol

Während 2013 im ersten Halbjahr die Zahl der Geisterfahrten um fünf Prozent zunahm, wurde in der zweiten Jahreshälfte ein deutlicher Rückgang von 17 Prozent verzeichnet. Zwei Menschen starben am 4. Juli bei einem Unfall mit einem Geisterfahrer auf der Brennerautobahn (A13) bei Schönberg. 2011 und 2012 gab es keine Toten in Folge von derartigen Unfällen. Seit 1987 wurden insgesamt 107 Menschen bei Unfällen mit Geisterfahrern getötet.

11.02.2014, 06:24
AG/red
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