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24.06.2017 - 17:01
Foto: APA/ZOOM-TIROL/GEORG KÖCHLER

Nach Geldtransporter- Coup: Bis zu 15 Jahre Haft

21.05.2014, 09:25
Einer der Chefermittler vom Landeskriminalamt Tirol selbst war es, der am Dienstag den Fahndungsschlusspunkt unter den vorwöchigen bewaffneten Raubüberfall auf den Geldtransporter in Innsbruck gesetzt hat. In einem Supermarkt am Innrain wurde der dritte mutmaßliche Täter, der Vater von zwei bereits Inhaftierten, gefasst. "Er ließ sich widerstandslos und völlig unspektakulär festnehmen", schildert Edmund Wiesbauer vom Landeskriminalamt Tirol die Verhaftung.

"Ich war auf dem Weg zu einer dienstlichen Besprechung, als ich in einem Supermarkt die Ex- Frau des Gesuchten entdeckte. Ich ging rein und da stand der Mann bereits auf, weil er mich erkannte", so Wiesbauer über die Verhaftung.

Dass der genannte Supermarkt, eine MPreis- Filiale am Innrain, nur wenige Hundert Meter Luftlinie, also praktisch in Sichtweite des LKA steht, lässt fast die Vermutung zu, dass der Familienvater geradezu auf seine Verhaftung gewartet hatte, um endlich erlöst zu werden. Erlöst vom Fahndungsdruck, der unerträglich war, zumal sich seine Söhne (28 und 30 Jahre alt) - wie berichtet - bereits gestellt hatten, die Tat zugaben und in U- Haft sitzen.

Bei der Einvernahme durch die Ermittler gab der 59- jährige Familienvater den Raubüberfall zu und wurde dann in die Justizanstalt Innsbruck in Untersuchungshaft überstellt.

Familienvater lenkte Geldtransporter

Nunmehr ist auch klar, wer welche Rolle beim Überfall spielte: Den Geldtransporter lenkte der Familienvater. Er pilotierte den VW Caddy quer durch Innsbruck, während im Laderaum einer der Söhne den Mitarbeiter der Geldtransportfirma in Schach hielt. Der Dritte im Bunde begleitete die ganze Aktion in einem silbernen VW, mit dem das Trio letztlich ohne jeden Cent die Flucht ergriff. Zuvor waren mehrere Versuche, den Tresor zu knacken, kläglich gescheitert.

Dass sich die ganze Aktion nicht ausgezahlt hat, liegt auf der Hand: Null Beute, Familie zerstört - und nun warten viele Jahre gesiebte Gefängnisluft auf die in Untersuchungshaft sitzenden Männer. Denn auf Raub mit Waffe - dazu kommt noch besondere Brutalität aufgrund der Geiselnahme - warten bis zu 15 Jahre Haft.

21.05.2014, 09:25
Claus Meinert, Kronen Zeitung/red
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