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24.01.2017 - 15:07
Versteht die Welt nicht mehr: Alem, im Bild mit Papa Damir, soll 667 Euro zahlen.
Foto: "Krone", Zwefo, APA/HERBERT NEUBAUER

40 Grad Fieber: Bub soll Rettung 667 Euro zahlen

06.01.2017, 20:02

Alem ist neun Jahre alt. Der Bub aus Wien hat viel hinter sich - sein Bauch ist voller Narben, vier Operationen als Baby sind der Grund. Ende August kämpfte er wieder um sein Leben. Tagelang lag er mit knapp 40 Grad Fieber im Bett. Seine Mutter rief die Wiener Rettung - jetzt bekam sie die Rechnung präsentiert: 667 Euro! So viel fordern die Berufsretter - oder besser gesagt die dafür zuständige Magistratsabteilung 70 der Stadt Wien - von der Familie aus Wien- Donaustadt.

Der Grund: Es gab offensichtlich keinen ersichtlichen Anlass für die Einsatzfahrt. Der Bub hatte "lediglich Grippe". Drei Tage lang vegetierte er mit 39,8 Grad Fieber dahin, halluzinierte, konnte nicht mehr selbstständig aufstehen. Papa Damir, ein engagierter Buschauffeur der Klosterneuburger Firma Zuklin, war gerade beruflich unterwegs, als seine Frau in ihrer verständlichen Verzweiflung Alarm schlug.

Foto: "Krone"

Helfer beschwerten sich über "Kleinigkeit"

Sie wählte den Notruf, beschrieb die Symptome ihres Kindes. Umgehend wurde ein Rettungsauto geschickt. Laut Familie sollen dann Worte gefallen sein wie: "Wegen so einer Kleinigkeit ausrücken zu müssen ist eine Frechheit. Das Kind hat halt Grippe, wie viele andere. Wegen solcher Kleinigkeiten nicht mehr anrufen." Nachzulesen im Einspruchsbescheid gegen die Rechnung, der der Stadt Wien bereits vorliegt - formuliert von der Chefin des verärgerten Vaters von Alem.

"Traute sich nicht mehr, Rettung anzurufen"

Der Neunjährige jedenfalls wurde nicht behandelt, einen Tag später brachte ihn seine Muttrer mit dem Taxi ins Spital - "sie traute sich nicht mehr, die Rettung anzurufen", erzählt ihr Mann. Alem wurde behandelt, es geht ihm jetzt wieder gut.

Und die Wiener Berufsrettung dürfte zu guter Letzt einlenken: Auf "Krone"- Nachfrage stellt eine Sprecherin - ohne den Fall genau zu kennen - eine "Kulanzlösung, die sich sicher finden lässt", in Aussicht. Juristisch wäre der Fall auch etwas verzwickt: Denn die "Retter" schickten den Zahlungsbescheid namentlich an den Neunjährigen!

Sandra Ramsauer und Norman Schenz, Kronen Zeitung

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