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03.12.2016 - 07:50
Foto: Harmonic Management

Roger Hodgson: "Stelle mich nicht übers Publikum"

26.06.2015, 17:00
Er kann durchaus als einer der letzten "Sirs" im Musikbusiness bezeichnet werden, denn Ex-Supertramp-Frontmann Roger Hodgson ist der Erfolg auch in den besten Zeiten nie zu Kopf gestiegen. Vielleicht ist es so zu erklären, dass der 65-Jährige glücklicher und besser denn je zuvor wirkt. Die "Krone" hat nach dem werten Befinden gefragt.

Mit seiner Band Supertramp revolutionierte er 14 Jahre lang das Pop/Rock- Geschehen in der westlichen Welt, Songs wie "Take The Long Way Home", "The Logical Song" oder "It's Raining Again" laufen noch heute in den Radios und mit "Crime Of The Century" schrieb er vor mittlerweile 41 Jahren eines der wegweisendsten Alben der Progressive- Rock- Geschichte. Nach längerer Auszeit ist Mastermind Roger Hodgson etwa seit der Jahrtausendwende wieder solo unterwegs und begeistert seine zahlreichen Fans mit unsterblichen Hits, sympathischer Ausstrahlung und jugendlicher Attitüde.

Im Alter von 65 ist der gebürtige Brite immer noch mit dem Stimmvolumen seiner Hochzeit gesegnet und zudem ein gern gesehener Gast in den unterschiedlichsten Konzert- Locations. Nach seinem umjubelten Auftritt auf der oberösterreichischen Burg Clam nahm sich Hodgson eine halbe Stunde Zeit für die "Krone", um über das schmerzhafte Ende seiner einstigen Erfolgsband, die Magie seiner Songs und seine Bescheidenheit gegenüber den Fans zu sprechen.

"Krone": Roger, bei deinem vierten Konzert auf der oberösterreichischen Burg Clam hat man auch ganz viele junge Gesichter gesehen. Wie fühlt sich das für dich an, dass du mit etwa 40 Jahre alten Hits auch diese Generationen mitreißen kannst?
Roger Hodgson: Ich bin schon draufgekommen, dass eigentlich überall immer mehr junge Leute zu meinen Konzerten kommen. Ich bin sehr glücklich, dass meine Songs den "Test Of Time" bestanden haben und junge Leute die Nummern gut finden. (lacht) Mich macht auch sehr glücklich, dass sie eine Verbindung zu den Inhalten meiner Texte aufbauen können. Ein guter Song ist ein guter Song, das ist ganz einfach das Wichtigste. Glücklicherweise habe ich ein paar gute schreiben können.

"Krone": Was ist denn die Magie deiner Songs? Warum funktionieren sie generationsübergreifend?
Hodgson: Ich habe auch viele Songs geschrieben, die heute keinen Menschen mehr interessieren. Ich werde dir aber nicht sagen, welche genau das sind. (lacht) Diese weniger erfolgreichen Songs kamen aus dem mechanischeren Bereich meiner Seele, nicht direkt aus dem Herzen oder dem Hauptplatz der tiefsten Inspiration. Die erfolgreichen Songs haben einfach eine gewisse Tiefe, die ich auch beim Komponieren verspürte. Ich singe sie allabendlich und habe noch lange nicht die Nase voll davon. Vielleicht gibt es ein, zwei Songs, die eine längere Pause kriegen, aber auch sie kehren wieder.

"Krone": Du kannst deine vielen Hits auch kaum aus der Setlist nehmen, das würde das Publikum nicht akzeptieren.
Hodgson: Das stimmt und das ist aber auch okay so. Ich mag es einfach, sie alle zu singen.

"Krone": Hattest du immer schon die Intention, Hits zu schreiben?
Hodgson: Das ist genau das Geheimnis meines Erfolges – es war niemals meine Intention, einen Hit zu schreiben. Die meisten großen Songs habe ich in meinem frühen 20ern geschrieben, nur wenige später. Natürlich habe ich es mit der Brechstange versucht, wollte auch bewusst einen Hit schreiben, aber daraufhin passierte nie was. Ich glaube daran, dass die wahre Inspiration immer dann passiert, wenn du deine üblichen Gedanken und dein Ego aus dem Weg räumst. Du musst dich der Musik hingeben. Viele Maler erreichen auch einen Punkt, wo sie quasi nicht mehr selbst die Kunst ausführen, sondern sich die Gemälde wie von selbst malen lassen. Sie werden zu einem Instrument von etwas Größerem, was ein sehr magischer Prozess ist. Dorthin zu kommen, ist nicht einfach, aber mir gelang das anscheinend schon als ich jung war. Glücklicherweise. (lacht) Manchmal fühlte ich mich selbst als ein Zeuge meiner eigenen Musik. Ich habe mich total in den Klängen der Instrumente verloren, die ich spielte. Es ist keine Meditation, aber wohl die Form, die der Meditation am Nächsten kommt. Daraus entstehen magische musikalische Momente. Wenn du etwa plötzlich einen griffigen Refrain erschaffst oder dir ein Vers fast perfekt gelingt.

"Krone": Dir ist auch Spiritualität schon immer ein großes und wichtiges Anliegen gewesen.
Hodgson: Das ist richtig. Ich bin eigentlich ziemlich rastlos und Sehnsucht, Begeisterung, Passion, aber auch Freude und Schmerz sind mein Treibstoff. Die Spiritualität ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens und viele Songs von mir sind regelrechte Gebete. Ich wollte immer Gott finden. Was mir all die Religionen über ihn erzählen wollten, hat für mich keinen Sinn gemacht, aber ich wusste immer, dass es etwas Großes gibt, mit dem ich eine Verbindung aufbauen möchte. Ich habe das mit Songs wie "Lord Is It Mine" oder "Even In The Quitest Moments" versucht. Ich mag auch echte Gebete. In Zeiten, in denen ich mich alleine und verwirrt fühlte, wirkte es so, als ob alles und jeder gegen mich gewesen wäre. Aber dem war nicht so. Die Gebete waren für mich die Initialzündung zur Spiritualität, dafür, dass ich Ideen für Songs hatte. Das ist vielleicht der Grund, warum so viele Menschen eine so starke Verbindung zu meinen Songs haben, weil ich vielleicht auch ihre Einsamkeit und ihren Schmerz ausdrücke. "Hide In A Shell" ist vielleicht der populärste Song von allen, obwohl er kein Hit war. Aber er spricht die Leute besser an als alle anderen und als ich ihn schrieb, war ich 23 und sehr einsam. Ich hatte viele Fragen und habe mich komplett an die Musik gepresst, weil das mein roter Faden im Leben war. Den Inhalt dieses Songs verstehen viele Menschen und ich denke, das ist der Job der Musik. Ich habe die Möglichkeit, ihre Sorgen vielleicht in meinen Songs ausdrücken zu können. Was ich meiner Mutter nicht sagen konnte, konnte ich vielleicht singen. Es war leichter, meine tiefen Emotionen offenzulegen.

"Krone": Fällt es dir heute mit 65 schwerer Songs zu schreiben als einst, als du mitten in den 20ern warst?
Hodgson: Ich denke nicht. Es ist einfach schwieriger, die Zeit dafür zu finden, weil ich an so vielen Baustellen mitarbeite. Ich bin einfach sehr beschäftigt, aber ich habe etwa 60 oder 70 Songs, die die Menschen bislang noch nicht gehört haben. Ich hoffe schon, dass sie mal das Tageslicht erblicken.

"Krone": Hast du diese Songs schon aufgenommen?
Hodgson: Manche schon, aber nicht alle. Ich muss sie erst einmal fertig schreiben. Wenn ich irgendwann nicht mehr auf der Welt sein sollte, muss das wer für mich übernehmen. (lacht)

"Krone": Ich denke es gäbe genug Menschen, die auf ein neues Studioalbum von dir warten.
Hodgson: Ich weiß, aber das ist alles nicht so einfach. Nimm das Konzert von heute her – ich sehe schon ein paar Fans, die alles von mir kennen, aber meine Solosongs von "Open The Door" zum Beispiel kennen nur ein paar Liebhaber. Da geht die Stimmung im Vergleich zu den Supertramp- Songs stark nach unten. Was soll ich da aber mit neuen Songs? Nicht nur als Entertainer, sondern vielmehr als Mensch selbst möchte ich den anderen Menschen mein absolut Bestes bieten – und das jeden Abend. Für mich heißt das nicht, dass ich sie mit sieben neuen Songs quäle. Mit den Supertramp- Songs verbinden sie einfach jahrzehntelange Erinnerungen, vielleicht teilen sie die Songs auch mit ihren Eltern oder Kindern. Ich bin einfach glücklich, dass ich den Leuten so etwas liefern kann und dass ihnen die Songs so viel bedeuten. Das Problem ist nur, dass ich sie nicht alle spielen kann, weil sie zu viele sind. "Don't Leave Me Now" oder "Soapbox Opera" etwa muss ich auch mal weglassen, weil die Zeit nicht reicht. Das fällt auch mir schwer. Wo packe ich neue Songs in ein Zwei- Stunden- Set?

"Krone": Aber bei einem neuen Album könntest du ja zumindest ein oder zwei neue Songs in deine Hit- Setlist einbauen.
Hodgson: Bei langen Shows baue ich auch mehr neue Songs ein. Ich weiß natürlich, dass Künstler wie Bob Dylan sich oft ganz von ihren Hits emanzipieren und nur neues Material spielen, was Fans aber meist enttäuscht. Die Leute zahlen viel Geld für die Konzerte und fahren oft weite Strecken dafür und mein Job ist es einfach, ihnen die bestmögliche musikalische Reise zu bieten.

"Krone": Um deiner Familie näher zu sein hast du vor vielen Jahren für lange Zeit das Musikbusiness verlassen, um dann zur Jahrtausendwende wieder zurückzukehren. War das eine rein private Angelegenheit oder hast du die Zeit auch gebraucht, um wieder Kreativität zurückzugewinnen?
Hodgson: Es war damals einfach das Ende einer 14- jährigen Reise mit Supertramp und die Familie spielte eine wichtige Rolle. Ich war damals desillusioniert und musste nach den vielen aufregenden Jahren in der Band einiges ändern. Ich war auch verwirrt, weil mein Leben sich einfach so dramatisch veränderte. Ich hatte keine Ahnung, wie ich mit dem vielen Geld umgehen sollte und musste einfach pausieren. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich in den Wirren der Musikindustrie verloren hatte. Die Band half mir damals nicht und das machte alles schwieriger. Zur gleichen Zeit gründete ich eine Familie und ich musste die Prioritäten einfach verschieben. Kurz darauf habe ich mir auch beide Handgelenke gebrochen und hätte fast nie mehr Gitarre spielen können. Mein Manager hat mich verlassen – beruflich ging einfach alles daneben. Ich musste mich dem Gedanken stellen, wie das Leben ohne Musik aussehen würde. Ob ich damit leben und glücklich sein könnte. Es war eine gute Zeit, um in mich zu gehen, meine Seele zu erkunden. Ich habe dabei viel gelernt und als ich etwa rund um 2000 zurückkam, hatte ich mehr zu geben und war eine ganz andere Person, als der junge 20- Jährige bei Supertramp. Ich hatte sehr viele schmerzhafte Stunden zu überstehen.

"Krone": Nachdem sich das Musikgeschäft über die Jahre drastisch verändert hat – fiel es dir anfangs schwer, nach deinem Comeback mit den veränderten Bedingungen zurechtzukommen?
Hodgson: Darum habe ich mich anfangs nicht geschert. Als ich wieder kam, gab es nur mich und meine Gitarre und ich spielte in den kleinsten Locations in den USA. Langsam wuchs das wieder und ich hatte Glück, dass ich Leute wie Linda Tyler für mein Management fand, die mich immer extrem unterstützt haben. Ich fühle mich aber nicht als Mitglied der Musikindustrie, weil ich so eigenständig arbeite. Ich machte keine Sachen, die andere Künstler oft tun. Mein Leben ist sehr simpel und ich versuche einfach alles normal und kontrolliert zu halten. Die Energie muss passen und die Leute um mich herum müssen mit mir kombinieren. Das sieht man hoffentlich auch bei den Shows, wo von der Bühne bis zum hintersten Winkel im Publikum bestenfalls alle eine sehr schöne Zeit haben.

"Krone": Ich finde es allgemein sehr beeindruckend, dass du eine so bodenständige Person bist. Die Rock- und Pop- Historie zeigt uns unzählige gegenteilige Beispiele wenn es um erfolgreiche Menschen geht.
Hodgson: Ich habe gelernt, dass man sich in einem zu großen Ego schnell verlieren kann. Es ist egal, ob du Musiker, Komiker, Journalist oder was auch immer bist – jeder will doch im Normalfall einfach sein Bestes geben. Das sollte zumindest der Ansporn sein. Das tut uns selbst gut und wenn wir es gut machen, auch allen anderen. Ziehen wir bei Erfolg aber die Nase zu hoch, verlieren wir die Bodenhaftung und den Bezug zu uns selbst. Für mich ist die Musik eine Service- Industrie – ich kenne keinen, der das sonst sagt. Es ist aber so. Wenn du die Bodenhaftung verlierst, wird auch deine Kunst schlecht, weil du falsch fokussiert bist. Ich bin wirklich gesegnet mit meinem Leben. Viele Künstler träumen vom Erfolg und ich habe ihn mit 65 noch immer. (lacht) Das liegt vielleicht auch daran, dass ich sehr bescheiden und dankbar bin. Ich stelle mich nicht über das Publikum – zwischen uns gibt es keine Barriere. Wir haben Spaß und öffnen gegenseitig unsere Herzen – nach zwei Stunden sollen alle nach Hause gehen und sich einfach gut fühlen. Das ist mein Ziel und deshalb mache ich weiter.

"Krone": Ärgert es dich manchmal, dass deine Fans bei Konzerten ihre Supertramp- Shirts in die Höhe recken und immer noch eine Reunion erwarten?
Hodgson: Verärgert bin ich deshalb jedenfalls nicht. Unglücklicherweise denken viele Leute in der Öffentlichkeit an meine Songs und verbinden sie automatisch mit Supertramp. Das war eben der Name, unter dem viele entstanden. Ich habe 14 Jahre lang viel Zeit und Herzblut in diesen Namen investiert, weil ich Roger Hodgson als Person nie in den Vordergrund stellen wollte. Heute weiß ich aber, dass das vielleicht die falsche Entscheidung war. (lacht) Rick Davies und ich hatten eine schöne Zeit, aber es war dann zu Ende. Seit dem Ende der Band sind wir uns auch nicht näher gekommen, sondern haben uns vielmehr stärker voneinander entfernt. Der einzige Grund, uns wieder zusammenzubringen wäre das Geld und das ist ein ganz schlechter Grund – das reicht mir nicht. Da ich wusste, dass viele Fans das gerne wollten, habe ich 2010 mit Rick darüber gesprochen und ihm angeboten für die Fans ein paar Mal gemeinsam mit ihm aufzutreten, aber er sagte sofort nein. Ich habe da alles reingeworfen, aber es hat ihn einfach nicht interessiert.

"Krone": Ist es für dich sehr problematisch, dass er unter dem Banner Supertramp tourt und damit deine Songs spielt?
Hodgson: Es war ein Problem, heute bin ich damit halbwegs im Reinen. Er kann machen, was er will. Er kennt die Wahrheit darüber, was er mir versprochen hatte und er weiß genau, dass er das Versprechen brach. Wenn dich jemand einmal betrogen hat ist es verdammt schwer, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und zu sagen, dass jetzt alles okay wäre. Vor allem, wenn es niemals eine Entschuldigung gab. Das kann ich einfach nicht und deshalb brach alles zusammen. Ende diesen Jahres gehen Supertramp wieder auf Tour und erneut werden viele Menschen glauben, sie wären bei der einzig wahren originalen Band zu Gast, aber das hat nichts mit Supertramp zu tun. Es ist nur mehr eine Marke, mit der Rick mit wechselnden Partnern unterwegs ist. Mehr nicht.

"Krone": Kommen wir aber lieber zu deiner persönlichen, hoffentlich glanzvollen Zukunft. Hast du als Künstler noch Ziele? Willst du noch bestimmte Dinge erreichen nach all den Jahren?
Hodgson: Nicht wirklich. Meine Ziele liegen alle bei mir im Inneren. Ich versuche einfach in allen Dingen des Lebens stets dazuzulernen und an Ereignissen zu wachsen. Das ist mir am Wichtigsten. Ich bin 65 und ich realisiere natürlich, dass ich nicht mehr ewig leben werde, so ist es mir wichtig, dass ich möglichst jeden Tag sinnvoll nutze. Ich will dem wundervollen Leben, das ich hatte, auch etwas zurückgeben.

"Krone": Wäre es von der künstlerischen Seite vielleicht interessant für dich, mit jüngeren Pop- oder Rockstars zusammenzuarbeiten?
Hodgson: Wenn ich die Zeit dazu hätte, würde ich meine Lebenserfahrung gerne an andere, jüngere Menschen weitergeben. Heute ist das Klima für jüngere Künstler nicht mehr sehr angenehm. Vor allem die, die über Nacht berühmt werden, die tun mir richtiggehend leid. Du musst schon ein starker Charakter sein, um diese spontanen Erfolge verarbeiten zu können. Deshalb kommen und gehen sie so schnell. Das wäre toll, wenn ich eben die Zeit hätte – solchen Menschen mit meinen Erfahrungen helfen zu können.

"Krone": Willst du vielleicht verstärkt mit deinem Sohn Andrew zusammenarbeiten, der schon auf einigen Werken von dir zu hören war?
Hodgson: Möglicherweise. Er führt aber sein eigenes Leben und ist sehr selbstständig. Er braucht mich eigentlich nicht. (lacht) Ich bin sehr stolz darauf, was er macht und er auch darauf, was ich tue.

"Krone": So eine Zusammenarbeit ist sicher nicht immer einfach, denn dein Sohn wird sich nicht immer alle Ratschläge seines Vaters zu Herzen nehmen – unabhängig deines Erfolgs im Business.
Hodgson: Er ist wirklich sehr selbstständig. Immer, wenn ich ihm einen Rat geben will, dreht er sich oft weg, aber das respektiere ich. (lacht)

"Krone": Zum Abschluss würde mich noch interessieren wie es möglich ist, dass deine Stimme anno 2015 noch immer so eindrucksvoll und intensiv klingt wie auf den Supertramp- Alben, die teilweise 40 Jahre alt sind?
Hodgson: Es ist wohl ein Wunder. (lacht) Ich weiß es echt nicht. Vor dieser Tour habe ich überhaupt nicht gesungen, nicht einmal geprobt oder dergleichen. Monatelang nicht. Die erste Liveshow ist dann meist noch etwas wackelig, aber ab Konzert zwei auf einer Tour geht es wirklich gut dahin mit der Stimme. Ich lebe sehr bewusst und gesund, die Hauptsache liegt aber wohl in meinem Inneren. Auch ausreichend und guter Schlaf sind wichtig, was auf Tour immer sehr schwierig ist. Meine Stimme auf den alten Supertramp- Alben finde ich furchtbar. (lacht) Bei manchen Vocal- Performances kommt mir rückblickend das Grausen und ich erinnere mich zurück, dass ich im Inneren einfach nicht ausgeglichen war. Ich wollte Bäume ausreißen oder so klingen, wie ich eigentlich gar nicht war.

"Krone": Also ich habe mit deiner Stimme von damals keine Probleme, aber diese Selbstkritik ist ungewohnt und erfrischend.
Hodgson: Wenn du die Stimme magst, ist es gut. Offensichtlich geht es glücklicherweise auch vielen anderen Menschen so. (lacht) Ich denke trotzdem, dass ich heute wesentlich besser singe, auch wenn es mir schwer fällt, manche Noten gut zu treffen. Fühle ich mich einfach gut, dann bin ich auch auf der Bühne entspannt. Habe ich einen schlechten Tag und bin vielleicht nicht entspannt, wird meist auch der Auftritt durchschnittlich. Mit "Take The Long Way Home" groove ich mich fast immer bei Konzerten ein, das ist perfekt für den Anfang. Wenn der Song fertig ist, dann geht's richtig los. Die Magie der Musik ist aber meist überbordend, sodass die meisten Konzerte hoffentlich sehr in Ordnung sind.

26.06.2015, 17:00
Robert Fröwein, Kronen Zeitung
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