Foto: APA/EPA/Bas Czerwinski

Blitzaufstieg von Max Verstappen spaltet Formel 1

07.09.2014, 10:16
Der rasante Aufstieg des blutjungen Niederländers Max Verstappen spaltet den Formel-1-Zirkus. Dem Jungspund, der 2015 als erst 17-Jähriger in einem Toro Rosso an der WM teilnehmen wird, schlägt ziemliche Skepsis entgegen. Zumindest Verstappens Talent wird außer Frage gestellt. "Und die Stoppuhr kennt kein Alter", lautet der Standpunkt von Ex-F1-Pilot Alexander Wurz.

Einer der größten Skeptiker des Blitz- Aufstieges von Verstappen, der nur über ein Jahr Erfahrung in der Formel 3 verfügen wird, ist Ferrari- Teamchef Marco Mattiaci. "Ich mache mir Sorgen, ob das nicht die falsche Botschaft an die Jugend ist", sagt der Italiener, der fordert, dass der Weg in die Formel 1 ausreichend anspruchsvoll sein sollte.

Max Verstappen zerstört bei Show-Run in Rotterdam Schnauze seines Boliden
Foto: APA/EPA/Vincent Riemersma

Bei Red Bull sieht man aber alle Voraussetzungen gegeben, den Niederländer bei Toro Rosso und damit im B- Team der Österreicher einzusetzen. Christian Horner, Teamchef des Weltmeisterteams Red Bull Racing, stellte lapidar fest: "Seit den Regeländerungen ist ein Formel- 1-Auto so einfach zu fahren wie nie zuvor. Das macht den Übergang viel einfacher."

Verstappen jüngster GP- Pilot aller Zeiten

Hinter Super- Talent Verstappen waren einige Rennställe schon seit geraumer Zeit her, Red Bull machte letztlich das Rennen. Bei den Österreichern begnügte man sich aber nicht mit der Implementierung des 16- jährigen Rennfahrer- Sohnes in das Junior- Team, sondern hievt den Youngster gleich direkt von der Formel 3 in die Königsklasse und macht ihn damit zum jüngsten GP- Piloten aller Zeiten.

Das ist Vielen zu schnell. "Wir hätten zunächst GP2 mit ihm gemacht und ihm einige Tage in der Formel 1 gegeben", sagte Toto Wolff von Mercedes. Auch die "Silbernen" hatten sich um Verstappen bemüht, baut man doch gerade wieder ein Junior- Team auf. Dort soll nun Pascal Wehrlein stark gefördert werden.

Marko überzeugt: "Er ist reif für die Formel 1"

Red Bulls Motorsportdirektor Helmut Marko hatte nach dem Engagement von Verstappen gemeint, der Kart- Weltmeister von 2013 brauche keinen Zwischenschritt mehr. "Er ist reif für die Formel 1" ist Marko überzeugt. Beim ersten Show- Run des Juniors in Rotterdam am 31. August ging freilich einiges daneben. Ein Mal blieb er im Zaun stecken, ein anderes Mal beschädigte er die Schnauze des Boliden (kleines Bild).

Verstappen hat aber noch Zeit, sich an die große Bühne zu gewöhnen. "Außergewöhnliches Talent gehört gefördert und Max ist so eines. Er ist mit Sicherheit Formel- 1-Material und ein möglicher Star der Zukunft", meinte auch Wolff und bezeichnete die Bemühungen von Red Bull als "intelligent".

Wolf ist skeptisch: "Hoffe, dass das gut geht"

Skepsis aber bleibt. "Ob es gut für die Formel 1 ist, einen 17 jährigen da rein zu stecken, ist eine andere Sache", so Wolff. "Die Formel 1 ist kein Spielplatz, wo man ausgebildet wird. Man sollte vielmehr schon mit einem gewissen Grad an Erfahrung herkommen. Deshalb hoffe ich, dass das gut geht."

Beide Seiten sieht auch Wurz. Der Niederösterreicher, der 1997 als 23- Jähriger in die Formel 1 gekommen war, hat einen klaren Standpunkt: "Ob 40 oder 17, die Stoppuhr lügt nicht."  Die Frage sei aber vielmehr, ob Verstappen auch als Persönlichkeit zurechtkommen werde. "Im Fahrerlager wird man schnell zermürbt, da muss Red Bull auf ihn aufpassen", so Wurz, selbst Vater von drei Buben. "In den unteren Kategorien fährst du gegen einzelne Gegner deiner Altersstufe. In der Königsklasse gegen die besten Fahrer mehrerer Generationen. Da geht es ans Eingemachte."

Franzose Jean Eric Vergne muss gehen

Für Verstappen weichen muss Jean Eric Vergne. Der Franzose tut dies ziemlich desillusioniert. "Nach drei Jahren bist du eben kein Rookie mehr." Für ihn sei wichtig, dass Red Bull die tatsächlichen Ursachen kenne. "Ohne die technischen Probleme hätte ich viel mehr Punkte machen können. Vieles war nicht unter meiner Kontrolle", so der 24- Jährige.

07.09.2014, 10:16
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum