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Neun Störche sind Militär in Zeltweg ein Dorn im Auge

30.07.2010, 09:47
Neun Störche sind Militär in Zeltweg ein Dorn im Auge (Bild: APA/R. Waxmann/wax)
Foto: APA/R. Waxmann/wax
Weil sich neun Störche auf dem Gelände des Fliegerhorsts Hinterstoisser in Zeltweg angesiedelt haben, herrscht beim Heer Alarmstufe Rot. "Für die Luftfahrt ist der Vogelschlag eine große Gefahr", sagt Sprecher Gerhard Schweiger. Deshalb steht fest: Die Tiere müssen weichen! Eine Umsiedelung in das benachbarte Burgenland steht zur Diskussion.

Meister Adebar ist dem gestrengen Militär ein Dorn im Auge: "Wir haben von Montag bis Freitag Flugbetrieb in Zeltweg. Gerät ein Vogel in der Luft in ein Jet- Triebwerk, würde das eine Katastrophe auslösen", sagt der steirische Heeressprecher Gerhard Schweiger. Deshalb führte kein Weg daran vorbei: Die Störche müssen vom größten österreichischen Militärflughafen, der bekanntlich auch Heimat der Eurofighter ist, weichen.

Schweiger: "Wir planen das Aufstellen von Lebendfallen, um die gefangenen Vögel absiedeln zu können. Noch gelingt uns das aber nicht, weil die Tiere von den Anrainern gefüttert werden." Ob an dem Gerücht, wonach überlegt wird, die Tiere einfach zu töten, etwas dran sei? "Nein. Es gibt einen naturschutzrechtlichen Bescheid, der uns den Abschuss untersagt."

Tiere an sicherem Platz auswildern
Storchenvater Helmuth Rosenthaler aus Tillmitsch versteht nicht, warum die Angelegenheit derart pressiert: "Wieso wartet man nicht das Ende des Sommers ab? Mitte August ziehen die sieben Jungen ohnehin in den Süden ab. Und die Alten gehen dann, wenn bei uns das Futterangebot nicht mehr so reichhaltig ist, sicherlich recht leicht ins 'Netz'." Die Grazer Arche Noah ist ebenfalls bereits in die Angelegenheit involviert. Chef Herbert Oster: "Wir werden alles tun, um die Störche lebend aus Zeltweg wegzuholen und an einem sicheren Platz auszuwildern." Dies könnte im Burgenland oder auch bei uns in der Steiermark geschehen.

von Barbara Winkler und Christa Blümel, "Steirerkrone"

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