Mo, 28. Mai 2018

Von Polizei gestürmt

24.11.2017 07:18

Australisches Flüchtlingslager vollständig geräumt

Die Polizei in Papua-Neuguinea hat die Räumung des umstrittenen australischen Flüchtlingslagers auf der Insel Manus abgeschlossen. 320 Männer, die sich noch in dem offiziell bereits geschlossenen Lager verschanzt hatten, seien in zwei andere Lager gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Von den Flüchtlingen im Internet veröffentlichte Fotos und Videos zeigten, wie mit langen Metallstangen bewaffnete Polizisten die Männer zu Bussen trieben und zogen. Die Polizei hatte zuvor beteuert, bei der Räumung des Lagers werde keine Gewalt eingesetzt.

 

Das Lager auf Manus war am 31. Oktober offiziell geschlossen worden, nachdem es ein Gericht in Papua-Neuguinea als verfassungswidrig eingestuft hatte. Hunderte Bewohner weigerten sich aber, das bislang von Australien betriebene Camp zu verlassen. Sie äußerten die Befürchtung, dass Einheimische sie angreifen könnten. Außerdem seien die Wasser- und Stromversorgung und die Sicherheitsvorkehrungen in den neuen, von Papua-Neuguinea betriebenen Unterkünften noch nicht bereit. Sie forderten daher eine Umsiedlung in Drittstaaten.

Australien hatte versucht, die Flüchtlinge aus Manus in Drittländern unterzubringen - allerdings mit wenig Erfolg. Trotz internationaler Kritik hält die australische Regierung an ihrer rigiden Politik fest, Asylwerber gar nicht erst ins Land zu lassen. Sie argumentiert, nur so sei eine gefährliche Massenflucht über das Meer zu vermeiden.

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