Sa, 18. November 2017

ÖBB erhöhen Tarife

08.11.2017 15:31

Zugfahren ab 10. Dezember um 1,4 Prozent teurer

Zwei Millionen Kilometer mehr bringt der neue Winterfahrplan der ÖBB. Er gilt ab 10. Dezember und schließt vor allem rund um Wien und auf der Weststrecke Verbindungslücken. Ausgebaut werden auch der "Nightjet" und das Angebot im Zug: Für Familien gibt es Plätze mit Spielen auf den Tischen. Im gleichen Atemzug werden jedoch die Preise erhöht: um durchschnittlich 1,4 Prozent.

Die Familienzonen sind gekennzeichnet und mit "Spielregeln" versehen, ebenso wie neue Plätze, die mit gedämpftem Licht Ruhesuchende ansprechen sollen. Neu im Fahrplan ist ein Frühzug aus Oberösterreich, mit dem man noch vor 6 Uhr den Flughafen Wien erreicht, und ein Abendzug über Innsbruck nach Bregenz. Verbindungen von Wien in den Westen gibt es mindestens dreimal pro Stunde. International fahren die ÖBB ab Dezember dreimal täglich nach Venedig und alle zwei Stunden nach bzw. von Tschechien.

Neue Automaten suchen ideale Verbindung
Neue Automaten sollen Bahnfahrern die beste Verbindung zwischen 40.000 Haltestellen aller österreichischen Verkehrsanbieter suchen. Mit einem einzelnen Ticket ist es dann möglich, von Bus auf Bahn und örtlichen Verkehrsbetrieb umzusteigen. Fahrkarten gibt es nicht nur dort, sondern auch bei der Post und als Geschenk: Zugleich mit dem Winterfahrplan kann man bei Libro, Pagro, Hartlauer und Lidl Gutscheine zu je 25 Euro erwerben, die der Beschenkte via Internet oder Handy-App für den Ticketkauf einlösen kann.

Ticketpreise steigen im Schnitt 1,4 Prozent
Die neuen Angebote kosten: Um 1,4 Prozent steigen die Ticketpreise im Schnitt. Vorteilskarten sowie Wochen- und Monatskarten bleiben gleich teuer, die Sparschiene für den Nightjet gibt es künftig ab 29 statt wie bisher 39 Euro. Die 15 Milliarden Euro an Infrastrukturinvestition bis 2022 (Koralm, Semmering usw.) finanzieren die ÖBB über Kredite.

Kronen Zeitung

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