Mo, 20. November 2017

Kitten „entsorgt“

03.11.2017 09:07

Geldstrafe für 77-jährigen Tierquäler aus Hard

Weil er ein neugeborenes Kätzchen töten wollte, wurde am Landesgericht Feldkirch ein 77-jähriger Pensionist aus Hard gestern in Feldkirch zu einer teilbedingten Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt. Der bislang unbescholtene Mann bekannte sich vor Gericht schuldig. Der Angeklagte gab an, neben der Pflege seiner Frau mit dem Jungtier überfordert gewesen zu sein.

"Durch die Pflege der kranken Frau daheim und die eigene Herzoperation hat sich mein Mandant in einer emotional schwierigen Situation befunden", versucht sein Verteidiger die Tat vom vergangenen April zu erklären. Der Rentner aus der Bodenseegemeinde wollte das ihm lästige Katzenbaby entsorgen, packte es in einen Plastiksack und warf es in den Müllcontainer.

Passanten fanden Kätzchen in Mülltonne
Nach rund 15 Stunden wurden allerdings Passanten auf das Miauen der kleinen Mieze aufmerksam und fanden das völlig dehydrierte und unter akuter Atemnot leidende Tier schließlich in der Mülltonne. Dank schneller ärztlicher Hilfe überlebte das Kätzchen.

Angeklagter bekannte sich schuldig
Im Prozess am Landesgericht Feldkirch legt der Angeklagte die Rechnung eines Tierarztes vor, die die nunmehrige Kastration der Mutterkatze bestätigt. Schon 2016 und 2017 waren in Müllcontainern der Marktgemeinde neugeborene Kätzchen auf diese Art entsorgt worden. Die Verfahren mussten jedoch allesamt wieder eingestellt werden.

Chantal Dorn, Kronen Zeitung

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