Sa, 25. November 2017

Flucht mit Surfbrett

03.11.2017 09:58

US-Familie von Piraten am Amazonas überfallen

Nach Jahren des Reisens in Südamerika wollte eine US-Familie ihr großes Abenteuer abschließen und in ihre Heimat Los Angeles zurückkehren. Doch ausgerechnet am Tag vor ihrer Heimkehr verwandelte sich der Traum der Harteaus in Brasilien in einen Albtraum: Das Ehepaar und seine zwei kleinen Töchter wurden am Amazonas von Piraten überfallen, den Kaliforniern gelang die Flucht - doch sie verloren all ihr Hab und Gut.

Künstler und Fotograf Adam Harteau (39) hatte mit seiner zwei Jahre jüngeren Frau Emily, einer Modedesignerin, und Tochter Collette (7) im Jahr 2012 mit einem VW-Bus seine Heimat in Los Angeles verlassen und war in ein Abenteuer nach Südamerika aufgebrochen.

Geplant war, ein Jahr unterwegs zu sein, doch die Familie verliebte sich in das Nomadenleben und verschob die Rückkehr in die Heimat auf Dauer. Im Jahr 2014 kam Tochter Sierra in Brasilien zu Welt und machte das Familienglück komplett. Auf Instagram teilte die Familie ihre Erlebnisse mit mehr als 120.000 Followern. Regelmäßig posteten die Harteaus traumhafte Bilder - bis zum vergangenen Freitag.

Schwer bewaffnete Piraten kaperten Fähre
An jenem Tag trat die Familie nach fünf Jahren ihre Heimreise nach Los Angeles an. Auf der Überfahrt mit einer Fähre am Amazonas kaperten bei Breves plötzlich schwer bewaffnete Piraten das Boot und hielten die Familie sowie die Besatzung für mehrere Stunden fest, ehe sie sich mit dem gesamten Hab und Gut der Kalifornier aus dem Staub machten.



Was dann genau passierte, ist bislang nicht restlos geklärt: Fest steht jedoch, dass die Familie Harteau sich beim Eintreffen der Polizei nicht mehr auf dem Boot befand. Vermutlich hatte sie aus Angst vor einer Rückkehr der Piraten die Flucht mit einem Surfbrett ergriffen. Die US-Amerikaner wurden daraufhin als vermisst gemeldet, eine große Suchaktion wurde gestartet.

Fischer entdeckt Familie am Amazonas
Am Sonntag dann das große Aufatmen: Ein Fischer entdeckte die Familie am Amazonas bei Curumu. Sowohl die Eltern als auch die Kinder kamen abgesehen von ein paar Kratzern und Insektenstichen ohne weitere physische Verletzungen davon.



Die Harteaus, die jedoch ihren ganzen Besitz verloren haben, wurden in ein Spital gebracht, um sich von den Strapazen zu erholen. Freunde starteten auf der Crowdfunding-Website "gofundme" eine Spendenaktion, um der Familie einen Neustart in ihrer Heimat Los Angeles zu ermöglichen.

Charlotte Sequard-Base
Redakteurin
Charlotte Sequard-Base
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden