Mo, 21. Mai 2018

Maggies Kolumne

18.08.2017 11:43

Fünf nach 12?

Die Nähe zum Menschen bedeutete für einen kleinen Baby-Delfin in Südspanien diese Woche das Todesurteil. Als die Touristen den Meeressäuger entdeckten, gab es für sie kein Halten mehr: Zu Hunderten hoben sie ihn aus dem Wasser, um für Fotos zu posieren.

Kinder dürften dabei versehentlich das Atemloch zugehalten haben, er hatte keine Chance - als Tierschützer vor Ort eintrafen, um die Meute von der Tierquälerei abzuhalten, war es schon zu spät und der Delfin tot. Eine unfassbar traurige Begebenheit, die allerdings wieder einmal deutlich macht, wie wenig Respekt der Mensch vor der Natur zu haben scheint.

Das betrifft auch und vor allem die Ozeane. Laut WWF sind mehr als 60 Prozent der Fischbestände bis an ihre Grenzen befischt, knapp 30 Prozent bereits überfischt. Dazu kommen Klimaerwärmung und der viele Müll, die in alarmierender Geschwindigkeit zu Artensterben führen. Ist es wirklich erst fünf vor 12 - oder gar schon nach?

Wie laut müssen Experten noch schreien, bevor sie von der Politik erhört werden? Was muss noch passieren, damit endlich ein Umdenken bei den Konsumenten stattfindet? Woran liegt es, dass für das perfekte Urlaubsfoto das Leben eines unschuldigen Baby-Delfins in Gefahr gebracht wird? Ist unsere Gesellschaft bereits so sehr verroht?

Bitte, schließen Sie sich an im Kampf um unsere Meere! Verzichten Sie auf Plastik, wo es geht, achten Sie auf nachhaltigen Fischkonsum, und klären Sie Ihr Umfeld über die Problematik auf! Ohne Ozeane wäre das Leben, wie wir es kennen, unmöglich. Einzeln mögen wir kleine Fische sein, doch viele Fische ergeben einen ganzen Schwarm.

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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