Mo, 21. Mai 2018

Täter in OÖ gesucht

03.08.2017 09:59

Schuss in den Rücken: Katze "Stupsi" leidet Qualen

Feiges Schussattentat auf ein wehrloses Geschöpf: Ein Linzer Tierarzt versucht derzeit, eine schwerst verletzte Katze zu retten, die von einem Heckenschützen in Münzbach bei Perg aufs Korn genommen worden war. Das Projektil steckt noch im Körper. Die Polizei fahndet nun nach dem Täter.

Es ist nicht der erste Anschlag auf harmlose Haustiere in dieser Gemeinde. Im Frühjahr wurden bei einem Kater beim Röntgen an die 30 Schrotkörner im Körper gefunden. "Das Tier war ausgesetzt worden, hat bei mir ein neues Zuhause gefunden", erzählt die 85-jährige Helene P., die an die zwanzig herrenlose Samtpfoten betreut.

Katze mit Schusswunde im Rücken gefunden
Zu diesen Schützlingen zählt auch die zugelaufene Hauskatze "Stupsi". Sie war am Donnerstag vergangener Woche plötzlich verschwunden, wurde dann am Sonntag von der Tochter der Pensionistin im Gebüsch beim Haus gefunden - mit einer Schusswunde im Rücken. Das gequälte Tier hatte sich unter erheblichen Schmerzen bis dorthin geschleppt.

Operation ist noch nicht möglich
"Wir haben sie sofort zu einem sehr guten Tierarzt nach Linz gebracht. Er hat festgestellt, dass das Projektil am Rückgrat zersplittert ist und noch im Tier steckt", so Helene P., die um das Leben von "Stupsi" bangen muss: Die Mieze kann erst operiert werden, wenn sich ihr Gesamtzustand stabilisiert hat - doch die Schusswunde steht unter Eiter.

"Wie kann jemand so herzlos sein?"
"Es ist unbegreiflich, wie jemand so herzlos sein kann, auf ein wehrloses Tier zu schießen. Hier in Münzbach hört man aber immer wieder Schüsse. Es könnte ja auch passieren, dass statt einer Katze einmal ein Kind Opfer eines solchen Schützen wird", sind Helene P. und ihre Tochter Renate besorgt.

Anzeige erstattet, Hinweise erbeten
Die tierliebenden Frauen haben Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei in Perg erstattet, wo auch sofort mit den Ermittlungen begonnen wurde - bisher konnte der Schütze noch nicht ausgeforscht werden.

Wer Hinweise geben kann, möge sich bei der Polizei Perg unter Tel.: 059 133/43 20 melden.

Johann Haginger, Kronen Zeitung

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