Mo, 18. Dezember 2017

Küche in Flammen

12.06.2017 07:31

Polizisten löschten Brand und retteten Bewohner

Die "Goldene Krone" für die jungen Polizisten Martin Rieger und Armin Aschenberger: Die zwei wurden am Freitag zu einem Küchenbrand in die Ignaz-Harrer-Straße im Salzburger Stadtteil Lehen gerufen. Während der eine die Flammen löschte, läutete der andere an allen Türen und sorgte dafür, dass sich die Bewohner in Sicherheit bringen.

Eine 27-jährige Frau hatte um 22.24 Uhr Alarm geschlagen: Ein Topf mit heißem Speiseöl hatte sich am Herd entzündet, in ihrer Küche brannte es lichterloh. Martin Rieger (24) und Armin Aschenberger (24) von der Polizeiinspektion Lehen waren als erste Helfer vor Ort. "Eine Frau mit Kleinkind stand vor dem Haus und sagte, dass es in ihrer Küche im ersten Stock brennt", erinnert sich Rieger. Er schnappte sich den Handfeuerlöscher aus dem Dienstwagen und rannte durch das bereits verrauchte Stiegenhaus hinauf.

"Man hat vor lauter Rauch fast nichts gesehen"
"Die Frau hat die Wohnungstür offengelassen. Man hat vor lauter Rauch fast nichts gesehen. In der Küche aber waren beim Herd Flammen zu erkennen", so Rieger. Er sprühte fast den gesamten Inhalt des Pulverlöschers in das Feuer. "Ich musste aber dazwischen einmal wieder hinauslaufen, um Luft zu holen. Dann habe ich noch gesprüht, bis ich keine Flammen mehr sehen konnte."

Aschenberger läutete in der Zwischenzeit an allen 20 Wohnungstüren und bat die Mieter, nach draußen zu gehen, sich in Sicherheit zu bringen. "Letzten Endes sind alle mit hinausgekommen. Ich habe mich noch versichert, dass keiner mehr drin ist."

"Mir war schon etwas schwindlig"
Dann traf auch schon die Feuerwehr ein und übernahm. Rieger und Aschenberger waren beide minutenlang den giftigen Rauchgasen ausgesetzt: "Mir war schon etwas schwindlig", gibt etwa Rieger zu. Die beiden wurden im Landeskrankenhaus untersucht und die Ärzte konnten Entwarnung geben. "Es ist nichts passiert", versichern die beiden Polizisten.

Acht weitere Bewohner, unter ihnen die Frau mit ihrem einjährigen Sohn, wurden ebenso mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins LKH gebracht. Sie sind alle schon wieder entlassen worden, es geht ihnen gut.

Die "Goldene Krone" haben sich Rieger und Aschenberger auf jeden Fall verdient. Denn ohne ihren geistesgegenwärtigen Einsatz hätte es durchaus Schwerverletzte oder Tote geben können.

Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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