Di, 21. November 2017

Landesweite Razzien

06.04.2017 07:11

Deutsche filzen auch Fernbusse

In einer selten so groß angelegten Aktion hat die Bundespolizei an Grenzen Fernbusse gefilzt. Immer mehr Menschen nutzen das günstige Transportmittel, darunter auch illegal Aufhältige. Das "vorrangige Ziel" der Razzien war es, "das Dunkelfeld unerlaubter Beförderungen auf dem Landweg aufzuhellen", so die Polizei.

Hunderte Polizisten waren an der Aktion vom 27. März bis 2. April beteiligt, die Razzien gingen an der Salzburger, Oberösterreichischen, Tiroler und an den West- und Ostgrenzen Deutschlands über die Bühne. Laut der deutschen BILD durchsuchten die Beamten 3181 Busse mit insgesamt 87.282 Personen an Bord. Die Bilanz: 146 unerlaubt eingereiste Ausländer wurden festgehalten, darunter 17 somalische, 14 nigerianische, 13 albanische, je sieben algerische und ägyptische Staatsangehörige.

54 Personen hatten kein gültiges Visum dabei und 84 Personen führten keinen Reisepass mit sich. Zudem - so die BILD-Zeitung - fanden die Polizisten 16 gefälschte Reisepässe und fünf gefälschte Visa. 50 unerlaubt Eingereiste wurden zurückgeschoben, 37 die Weiterreise zum Teil mit Grenzübertrittsbescheinigungen gestattet. 18 Personen baten um Asyl und 37 wurden an Ausländerbehörden oder Jugendämter weitergeleitet. Vier der aufgegriffenen Personen wurden in Haft genommen. 133 Personen waren zur Fahndung wegen Straftaten oder Terrorismusverdacht ausgeschrieben, 26 offene Haftbefehle vollstreckt.

5933 unerlaubt Eingereiste
Bei Bus-Kontrollen im Jahr 2016 wurden laut den deutschen Behörden insgesamt 6309 Personen festgesetzt, darunter 5933 unerlaubt eingereiste - zumeist aus Syrien, Ukraine, Albanien, Kosovo, Irak, Pakistan, Afghanistan, Nigeria, Marokko und Serbien. Auch in Österreich ist der boomende Fernbusmarkt im Visier der Behörden, die Busbetreiber wehren sich aber wie in Deutschland gegen die "schikanösen Kontrollen". Ein Reisepass bei Grenzüberschreitung ist immer Pflicht, kontert die Polizei.

Kronen Zeitung

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