Di, 12. Dezember 2017

Red-Bull-Bashing

24.02.2017 10:13

Zwangsabstieg von Salzburg? Purer Schwachsinn!

Purer Schwachsinn! Manche Medien und Portale tun sich derzeit ganz groß mit "Red-Bull-Salzburg-Bashing" hervor. Vom drohenden Zwangsabstieg der Salzburger ist zu lesen gewesen - und die "Hater" sind bei den Kommentarmöglichkeiten gleich voll in Fahrt gekommen. Man kann gerne Red Bull trinken oder eben nicht, man kann den Verein mögen oder nicht - aber ein bisschen Realitätssinn sollte schon gewahrt bleiben! Im Video oben sehen Sie die Highlights der jüngsten Liga-Partie der Salzburger bei der SV Ried!

Die Thematik ist bekannt: Weil es erstmals durchaus realistisch ist, dass nach dieser Saison sowohl Red Bull Salzburg als auch RB Leipzig in einem internationalen Bewerb vertreten sind, könnte die Integritätskommission der UEFA theoretisch dem in der jeweiligen Tabelle seines Landes schlechter platzierten Klub die Teilnahme an Champions oder Europa League verbieten. Weil sinngemäß keine zwei Vereine international starten dürfen, die vom selben Geldgeber oder denselben Personen gesteuert werden.

Jede Menge "UNDs"
Sprich: Würde sich RB Leipzig für die Champions League qualifizieren, aber Red Bull Salzburg tabellarisch gesehen weiter vorne platziert sein - UND die Integritätskommission würde bei diesen Klubs die Integrität nicht gewahrt sehen - UND Red Bull Salzburg wäre dann so irre, auf den internationalen Startplatz zu verzichten, damit Leipzig in der Königsliga starten kann, dann wäre Salzburg laut der Regularien der österreichischen Bundesliga zum Fixabstieg verdammt. Ah ja, UND es muss alles genau an einem Freitag, den 13., passieren UND ...

Natürlich wird dies nie eintreten. Weil Zwangsabstieg bedeuten würde, dass man aus dem Profi-Fußball ausscheiden müsste. Also wäre Red Bull Salzburg völlig im Eimer, mitsamt der Weltklasse-Nachwuchsarbeit etc. Das wäre logischerweise auch nicht im Sinn von Red Bull, geschweige denn von Didi Mateschitz. Den man wiederum auch nicht mögen muss, aber fehlende Fairness und Sportlichkeit kann man ihm wirklich nicht vorwerfen.

Reines "Bashing"
Also was ist realistisch? Red Bull ist in Salzburg "nur" Hauptsponsor, bei Leipzig Klubeigentümer. Ähnliche Fälle gibt es in Fußball-Europa einige. Demnach kann man davon ausgehen, dass man gerade bei diesen Klubs, die für gewöhnlich nichts dem Zufall überlassen, die Hausaufgaben gemacht haben sollte. Weiters kann die UEFA auch noch gar keine Signale gesandt haben, wie manche Zeitungen wissen wollen, weil die Kommission erst nach Saisonende eine Entscheidung trifft. Also kann man das wohl guten Gewissens in die Rubrik Red-Bull-Bashing einordnen - in besonders schlechtes noch dazu ...

krone.at-Sportchef Max Mahdalik

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