Do, 23. November 2017

„One billion rising“

15.02.2017 07:00

„Tanzfläche“ Stadt: Weltweite Aktion gegen Gewalt

Ausdrucksstarke Aktion als weltweites Signal gegen Gewalt an Frauen: Eine Milliarde Opfer gibt es, ebenso viele gingen am Valentinstag in verschiedenen Städten tanzend auf die Straße. Weil jeder Gewaltakt einer zu viel ist. In Salzburg führte die Route vom Schloss Mirabell zur Party im Republic mit prominenter DJane.

Transparente, fröhliche, und dennoch nachdenkliche Stimmung, ein Demo-Wagen mit toller Sound-Anlage: Tanzen befreit, Tanzen macht auch Ärger über Ungerechtigkeiten Luft - "One billion rising",  die weltweite Tanz-Demonstration vom Irak über den Jemen bis Europa gegen Gewalt an Frauen, startete beim Schloss Mirabell, wo Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer an traurige, aktuelle Beispiele erinnerte: "Es gibt in Salzburg jetzt einen Verdachtsfall für Genitalverstümmelung.

Diese Tradition hat in Österreich nichts verloren. Wir werden Maßnahmen setzen, um das zu verhindern." Gewalt habe auch damit zu tun, in welcher Situation sich Menschen befinden, so Hagenauer über Aggressions-Potentiale. Gewalt an Frauen betrifft die ganze Welt, Salzburg nicht ausgenommen: "Natürlich gibt es hier in Europa andere Rechte wie beispielsweise in Indien. Aber strukturelle Gewalt und Ausbeutung erfahren die Frauen auch hier", so Teresa Lugstein von "Make it" (Büro für Mädchenförderung). In Verbindung mit dem Migrations-Strom will sie die Gefahr nicht sehen: "Die meisten Fälle passieren im häuslichen Umfeld."

Auch Männer willkommen
Das Frauenbüro der Stadt und "Make it" mobilisierten wieder Teilnehmer aus allen Schichten, mit bunten Berufen, Religionen und Einstellungen. "Natürlich sind auch Männer willkommen", so Lugstein. Tanz ist für die Frauenbeauftragte Alexandra Schmidt "Ausdruck dafür, dass jeder selbst über seinen Körper bestimmt." Die Hymne "Break the Chain" erklang bei allen Stationen. Der Zug führte zum Anton-Neumayr-Platz, wo Poetry-Slam-Pionierin Mieze Medusa von der Straße ins Republic übernahm. Lange wurde weitergetanzt die Sounds dazu suchte Landesrätin und DJane Martina Berthold aus.

Kronen Zeitung

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