So, 17. Dezember 2017

Ausbau bis 2050

08.02.2017 07:22

E-Mobil-Offensive: Wo Salzburg auf Strom setzt

Das Auto teilen, am besten noch einen E-Flitzer: Sind die Salzburger schon bereit dazu? In Zukunft sollen jedenfalls neue Bereiche unter Strom stehen. Bis 2050 ist in jeder Gemeinde eine Ladestation geplant. Die Salzburg AG will ihr EMIL-Carsharing-Angebot noch ausbauen. Auch die Post ist mittlerweile schon Partner.

1400 Salzburger nutzen die EMIL-Mobile schon. 2012 war Start, 21 Autos der Kooperation von Salzburg AG und REWE gehören mittlerweile zum Stadtbild. Nach einem eher zaghaften Start flitzen sich die "Autos zum Teilen" immer mehr in die Köpfe der Salzburger. Die Auslastung an Spitzen-Standorten wie der Franz-Josef-Straße beträgt bis zu 45 Prozent im Monat. Und auch weitere Kooperationen liefen schon an: Die Post bietet bei ihrer Filiale in Salzburg-Itzling einen Lieferwagen  an. Zur Verfügung steht das Fahrzeug ab 16 Uhr und an Wochenenden bzw. Feiertagen.

Interessant für alle, die mehr transportieren wollen. Und auch immer mehr Firmenchefs schwören auf den "Kraftstoff aus der Steckdose". Strom hat zwar kein Mascherl, wie Kritiker oft betonen. Salzburg als Land der Wasserkraft und der hohe Anteil an erneuerbarer Energiequellen überzeugt aber die E-Anhänger. Daniel Bauchinger von der Hausbetreuungsfirma Bauchinger: "Wir haben seit einem Jahr zwölf E-Autos in unserem Fuhrpark." Und er ist begeistert: "Das Aufladen ist für unsere Mitarbeiter einfacher als die Fahrt zur Tankstelle." Nach rund zwei Stunden können die Mercedes-B-Klasse-Autos wieder bis zu 150 Kilometer fahren. Bauchinger: "Für einen Umkreis von rund 50 Kilometern ist das ideal bei uns." Und es gibt auch steuerliche Vorteile für E-Dienstautos. Die Hausbetreuung geht noch weiter: "Wir wollen bei den Fahrzeugen autark werden." Eine Photovoltaik-Anlage für die Betriebshalle an der Siezenheimer Straße ist gerade in Planung.

Immer mehr Firmen unter Strom
Die Salzburg AG betreibt jetzt schon 60 öffentliche Lade- und 6 Schnellladestationen. Private, die sich für ein E-Auto interessieren, werden bei Prüfung und Montage unterstützt. "Jeder Zweite kann sich bereits vorstellen, ein E-Auto zu kaufen. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur spielt eine bedeutende Rolle", blickt Salzburg AG-Vorstand Leonhard Schitter in die Zukunft. Und die E-Offensive geht noch viel weiter: Land und Salzburg AG nehmen sich ehrgeizige Klimaziele vor.119 Stromtankstellen bis 2050 am Klima-Plan Köstendorf ist jetzt schon Modellgemeinde. Bis 2050 soll es dann  in jeder der 119 Salzburger Gemeinden eine eigene Stromtankstelle geben. Die Kosten teilen sich Land, die jeweilige Gemeinde und der Stromversorger.

Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

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