Sa, 21. Oktober 2017

Nichts zu lachen

01.02.2017 14:37

Krankheit und Tod: Krise beim „Villacher Fasching“

Bis zu 1,3 Millionen Österreicher haben sich im Vorjahr im ORF den "Villacher Fasching" angeschaut. Und auch in diesem Jahr wird die traditionelle Sitzung der Faschingsgilde aus Kärnten am Faschingsdienstag wieder für Topquoten sorgen. Hinter den Kulissen gab es in diesem Jahr aber wenig zu lachen.

Statt lustiger Leichtigkeit herrscht bei der Villacher Faschingsgilde in diesem Jahr Krisenstimmung. Nach der Premierensitzung hagelte es böse Kritiken. Das Programm sei schlecht. Ein Fehlstart - auch die "Kärntner Krone" berichtete kritisch. Den Chef der Faschingsnarren, Gernot Bartl, quälen dazu noch gesundheitliche Probleme und Nachwuchssorgen.

Wie "Leilei-Kanzler" Bartl jetzt in einem Interview mit einem Regionalblatt enthüllte, sei besonders die erste Sitzung verrissen worden. Dafür habe es mehrere Gründe gegeben: "Das Congress Center war diesmal erst sehr spät für uns frei, das heißt: Uns fehlte Probezeit auf der Bühne. Dazu kam, dass Manfred Obernosterer bei der Premiere einen schlechten Tag erwischt hat. Es gibt dafür aber einen tragischen Grund: Sein Bruder ist knapp davor verstorben. Man kann sich vorstellen, wie es ist, unter solchen Bedingungen aufzutreten."

Das Fehlen von Kärnten-Schmähs bestätigt er: "Das stimmt, hier haben wir ein Manko." Man suche "dringend jemanden, der diese Lücke füllt". Ein Problem sei auch, "dass immer weniger Mitglieder Zeit haben, um mitzuarbeiten".

Er selbst will sich als Kanzler aus gesundheiltichen Gründen im Mai zurückziehen. "Mein Körper macht nicht mehr mit. Ich kann die Sitzungen nur noch mit Spritzen und Schmerztabletten überstehen. Ich fühle mich mittlerweile so alt, wie ich tatsächlich bin. Ich werde mich einer Wirbelsäulenoperation unterziehen müssen, hoffentlich wird es dann besser."

Ein Gerücht dementiert Bartl jedoch. Es stimme nicht, dass die Sitzungen nicht mehr ausverkauft wären, auch wenn viele Tische zurückgegeben worden seien. Der Grund sei aber simpel: "die Grippe". "Wir hatten noch nie so viele krankheitsbedingte Ausfälle im Publikum. Es ist uns aber gelungen, alle Tische kurzfristig neu zu vergeben."

Pamela Fidler-Stolz
Redakteurin
Pamela Fidler-Stolz
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