Mo, 20. November 2017

Hier im VIDEO!

12.01.2017 21:17

Hündchen Lucy stiehlt sogar sexy Lindsey die Show!

Eigentlich hat Abfahrts-Olympiasiegerin Lindsey Vonn in Zauchensee ja ganz ernsthaft von ihrem Comeback im Ski-Zirkus sowie einem speziellen - und internationalen - Rettungsplan für den Fall einer neuerlichen Verletzung ihres vor wenigen Monaten gebrochenen Oberarms erzählt. Sie sprach vom hohen Risiko und sogar von bereitstehenden Ärzten - und doch hatten viele Anwesende bei der Pressekonferenz im Salzburger Weltcup-Ort nur Augen für eine andere Dame am Podium: Lucy! Das kleine Hündchen von Vonn wieselte unablässig von links nach rechts sowie von vorne nach hinten und hatte womöglich eine rechte Hetz‘ damit, so prominent im Rampenlicht zu stehen - wie man oben im Video sieht!

Freilich: Was Vonn zu sagen hatte, stimmte trotz der Ablenkung durch Lucy nachdenklich. Sie hatte sich vor zwei Monaten den rechten Oberarm-Knochen gebrochen. Nach dem Sturz am 10. November in Copper Mountain in Colorado war der Knochen in Vail u.a. mit einer langen Metallplatte fixiert worden. "Es besteht das Risiko, dass der Arm oberhalb dieser Platte leichter bricht. Das wäre dann sehr kompliziert zu operieren. Also muss alles sehr gut vorbereitet sein, damit ich möglichst schnell mit dem Hubschrauber ins Spital komme und keine Probleme mit den Nerven bekomme", erklärte die 32-Jährige in Salzburg. Womöglich müsse sie dann auch gleich direkt in die USA evakuiert werden, denn die Operation sei sehr kompliziert und es würde weitere sechs Monate dauern bis zu einem neuerlichen Comeback.

"Mein Ziel ist, die Zauchensee-Abfahrt zu gewinnen"
Die Siegerin in 76 Weltcup-Rennen betonte: "Ich will einfach nur vorsichtig sein." Dessen ungeachtet hat Vonn bereits in Zauchensee große Ambitionen. "Ich bin nicht gekommen, um Zehnte zu werden. Mein Ziel ist, die Abfahrt zu gewinnen", erklärte sie selbstbewusst. Dass sie frisch verliebt sei, helfe sehr. "Das macht alles viel leichter." Vonn hatte ihren Arm nach der Operation einige Zeit gar nicht bewegen können. "Ich hatte anfangs echt Angst, meinen Arm nie wieder bewegen zu können", berichtete sie. Vonn will am Sonntag auch in der Kombination starten. Allerdings nur im ersten Durchgang, einem Super-G. "Ich habe nicht allzu viel Training in den Beinen. Aber heute am Fahrrad habe ich stundenlang im Fernsehen Abfahrten angeschaut. Im Kopf bin ich fit und bereit", betonte Vonn.

"Abfahrts- oder Super-G-Wertung zu gewinnen ist noch möglich"
Selbst für ihren nunmehrigen Comeback-Winter hat sie noch große Pläne. WM-Medaillen in St. Moritz seien ebenso ein Ziel wie die eine oder andere Kristallkugel. "Ich habe einige Rennen verpasst. Aber die Abfahrts- oder Super-G-Wertung zu gewinnen ist sicherlich noch möglich", ist Vonn überzeugt. Bis auf ihren linken Arm sei nun praktisch jedes Körperteil zumindest ein Mal schwerer verletzt gewesen", nahm die Ausnahme-Rennläuferin die aktuelle Situation auch mit Humor. Sie sei sich des Risikos im Ski-Rennsport bewusst. "Aber es ist das, was ich am meisten liebe. Ich brauche das Skifahren und den Speed wie die Luft zum Atmen. Ich wüsste nicht, was ich sonst machen soll." Selbst jetzt ist ein Karriere-Ende der an Siegen (76) erfolgreichsten Ski-Rennläuferin aller Zeiten noch nicht absehbar. "Ich fahre, so lange ich Lust habe und der Körper es erlaubt", beteuerte sie.

Ursprünglich habe sie nach Sotschi 2014 aufhören und eine Familie gründen wollen. Dann sei aber die Scheidung gekommen und der schwere Sturz bei der WM in Schladming habe sie letztlich den Olympiastart gekostet. Nun will sie nächstes Jahr in Südkorea um Olympia-Medaillen kämpfen. Und danach? "Schaue ich mir an, ob ich noch Lust habe, weiterzufahren. Ich denke aber schon."

krone Sport
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