Sa, 18. November 2017

Skisprung-Highlight

29.12.2016 07:47

Die Vierschanzentournee geizt mit dem Preisgeld

Eine Million Schweizer Franken! Vor fünf Jahren legten die Tournee-Veranstalter ein Rekordpreisgeld für den Fall aus, dass ein Skispringer sämtliche vier Wettkämpfe gewinnt. Die Prämie musste damals freilich nicht ausgezahlt werden. Der Deutsche Sven Hannawald ist mit seinem Triumph im Jahr 2002 noch immer der einzige Flieger, der in einem Jahr sowohl auf den Bakken in Oberstdorf, Garmisch, Innsbruck als auch Bischofshofen gewinnen konnte …

Seither ist es um die Prämien beim berühmten Schanzen-Grand-Slam wieder still geworden. Dem Gesamtsieger winken diesmal 20.000 Schweizer Franken. Das sind umgerechnet rund 18.628 Euro.

Eine läppische Summe für das Premium-Produkt im Vergleich zu anderen Sportarten: Wer im Golf das US Masters in Augusta gewinnt, erhält 1,8 Millionen US-Dollar (rund 1,72 Millionen Euro). Dem Sieger des Tennis-Grand-Slams in New York winken 3,5 Millionen US-Dollar (rund 3,35 Millionen Euro). Und der Sieger der Tour de France streift immerhin noch 500.000 Euro ein.

Reichelt: Streif-Bezwinger "unterbezahlt"
Dabei zählt die Tournee weltweit zu den meist gesehenen Wintersport-Veranstaltungen. Die Skispringer sind aber nicht einmal auf Schnee und Eis die Preisgeld-Könige. Auf der Streif in Kitzbühel kassierte im Vorjahr der Südtiroler Peter Fill als Abfahrtssieger satte 70.300 Euro. ÖSV-Star Hannes Reichelt forderte im Vorjahr mehr: "Meiner Meinung nach sind wir unterbezahlt für das Risiko, das wir eingehen. Das mache ich für den Mythos und den Kick, den man sonst nirgends bekommt."

Ein Springer kommt an die Hahnenkamm-Summe nicht einmal mit einem Grand Slam heran. Pro Tagessieg gibt es 10.000 Franken (9314 Euro), damit würde ein Tournee-Champion mit vier Erfolgen auf 55.884 Euro kommen.

Das legendäre Iditarod-Hundeschlittenrennen in Alaska belohnt seinen Helden mit 75.000 US-Dollar und einem Geländewagen.

Der Tournee läuft in diesem Winter sogar die neue "Raw Air"-Serie den Rang ab. Die norwegischen Veranstalter schütten für den Sieger 60.000 Euro aus.

Norbert Niederacher/Oberstdorf, Kronen Zeitung

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