Di, 21. November 2017

Drogenzentrum

11.10.2016 13:54

Frankreichs erste „Fixerstube“ öffnet in Paris

In Paris wird am Freitag die erste "Fixerstube" Frankreichs eröffnet. Gesundheitsministerin Marisol Touraine und die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo besuchten am Dienstag die Einrichtung in der Nähe des Nordbahnhofs. In dem Drogenzentrum, das knapp 850.000 Euro gekostet hat, können sich Betroffene unter medizinischer Aufsicht Suchtmittel spritzen.

Touraine nannte die Eröffnung der Einrichtung eine wichtige Etappe im Kampf gegen den Drogenmissbrauch. Damit gehe eine lange politische Auseinandersetzung zu Ende. In Frankreich regelt seit dem vergangenem Dezember ein Gesetz die kontrollierte Verabreichung von Drogen.

Die Pariser Einrichtung namens Gaia befindet sich in einem Krankenhaus im 10. Bezirk. In den Räumen können sich die Konsumenten selbst mitgebrachte Suchtmittel verabreichen und medizinische Beratung in Anspruch nehmen. Auch die Stadt Straßburg im Elsass plant in Kürze die Eröffnung eines solchen Zentrums.

Hygienische Spritzen und keine Überdosis
In Deutschland öffnete die erste "Fixerstube" bereits vor rund 22 Jahren in Frankfurt am Main ihre Türen. Auch in den Niederlanden, Dänemark, Luxemburg, Spanien und der Schweiz gibt es ähnliche Einrichtungen. Sie sollen es Abhängigen ermöglichen, Drogen mit hygienisch einwandfreien Spritzen zu konsumieren. Damit wird die Gefahr einer Ansteckung mit Hepatitis C oder mit HIV gemindert. Außerdem ist die Gefahr für nicht bemerkte tödliche Überdosierungen stark reduziert.

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