Mo, 20. November 2017

Dschungelcamp

12.08.2016 10:44

Anwalt will RTL zu Zensur von Lohfink zwingen

Sollte Gina-Lisa Lohfink ins Dschungelcamp einziehen, muss RTL ihres Szenen möglicherweise zensieren: Darauf besteht der Anwalt einer der Männer, gegen die das Model Vergewaltigungsvorwürfe erhebt. Ansonsten werde man Schadenersatz verlangen, so die Drohung gegen den Fernsehsender.

Gina-Lisa Lohfink behauptet, von zwei Männern mit K.o.-Tropfen gefügig gemacht und vergewaltigt worden zu sein. Ein Sexvideo, das in Teilen sogar ins Internet gelangte, zeigt unter anderem deutlich, wie sie "Nein" und "Hör auf!" sagt. Gemeint gewesen sei lediglich das Filmen, behaupten die beiden Angeklagten - Tropfen und Vergewaltigung habe es nicht gegeben, der Sex sei freiwillig gewesen. Lohfink steht wegen falscher Verdächtigung nun in Berlin in einem für sie offensichtlich quälenden Verfahren vor Gericht, während ihre Vergewaltigungsanzeige 2012 eingestellt wurde.

Mit dem Einzug ins Camp von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" könnte sie ein neues Kapitel aufschlagen - eine offizielle Bestätigung für eine entsprechende "Bild"-Meldung steht noch aus. Das hält Christian Gerlach, Anwalt des von Lohfink beschuldigten Sebastian Castillo Pinto, allerdings nicht davon ab, schon jetzt Drohungen in Richtung Lohfink und RTL auszusprechen.

"Wenn Frau Lohfink vor der Kamera behauptet, dass sie vergewaltigt und mit K.o.-Tropfen betäubt wurde, darf das nicht gesendet werden", so Gerlach gegenüber "Spiegel Online". Sollte RTL einer entsprechenden Warnung nicht Folge leisten, werde sein Mandant strafrechtich dagegen vorgehen und Schadenersatz verlangen.

Anwalt schlägt mit Anzeigen zurück
Dass Gerlach nicht zimperlich ist, beweist eine neue Strafanzeige wegen schwerer Beleidigung gegen Lohfink, die er am Dienstag einbrachte. Lohfink war nach dem Ansehen des Sexvideos vor Gericht so aus der Fassung, dass sie tränenreich erklärte: "Diese Schweine müssen ihre Schwänze abgeschnitten kriegen. Die müssen eingesperrt werden." Schon in den Wochen zuvor hatte Gerlach das Model wegen Beleidigung, Verleumdung und übler Nachrede angezeigt.

Gleichzeitig setzt der Anwalt auf mediale Präsenz seines Mandanten Sebastian Castillo Pinto. Nachdem die Justiz monatelang erfolglos nach ihm auf der Suche war, tauchte er plötzlich im Sat.1-Frühstücksfernsehen auf, um die Vergewaltigungsvorwürfe zu entkräften. Gerlach will außerdem einen "Unterstützerkreis" für seinen Mandanten organisieren, um bei Verfahren wegen falscher Verdächtigung als Nebenkläger zugelassen zu werden. So sollten Männer "vor unberechtigten Vorwürfen der Vergewaltigung besser geschützt werden", so Gerlach. Dabei dürfte es auch ums Geld gehen: Nebenkläger in anderen Prozessen können eine Entschädigung erhalten.

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