Di, 21. November 2017

Italiener zu stark

06.08.2016 15:47

Doppler/Horst: Eröffnungsmatch geht in die Hose

Österreichs Beachvolleyball-Asse Clemens Doppler und Alexander Horst durften am Samstag das Eröffnungsmatch bei den Olympischen Spielen an der Copacabana in Rio de Janeiro bestreiten. Leider waren die Italiener Alex Ranghieri und Adrian Carambula eine Nummer zu groß.

Im imposanten Stadion, das 12.000 Fans Platz bietet, waren Ranghieri/Carambula von Beginn an das dominantere Team. Am Ende hieß es 21:14, 21:13 für die Italiener. Für Doppler/Horst ist aber noch alles drin, das nächste Spiel steigt am Montag (20.30 Uhr MESZ) gegen das topgesetzte brasilianische Team Alison/Bruno.

Sky-Serve nervt Doppler/Horst
Gleich das erste Service des Turniers war ein Sky-Serve von Carambula, und es sollten noch viele folgen. Der 28-Jährige ist der einzige Spieler auf der Tour mit einem solchen, in hohem Bogen und mit viel Spin in das gegnerische Feld gedrehten Aufschlag. Doppler/Horst hatten sich gut darauf vorbereitet, Horst diese Service-Art auch mehr als "Show-Element" bezeichnet. Das ÖVV-Duo verlor dann auch bei keiner einzigen Annahme direkt den Punkt.

Aber dennoch war dieses Service entscheidend. "Die Annahme war schwieriger als sonst, weil der Wind sehr gedreht hat im Stadion", meinte Horst. "Der Ball bewegt sich dann in der Luft sehr viel, und du weiß nicht genau, wo er runterkommt." Doppler stimmte dem bei: "Wir haben nicht gedacht, dass er so viele Sky-Serves macht. Aber insgeheim habe ich es befürchtet. Der Wind hat immer gedreht. Damit haben wir unser Spiel nicht aufziehen können. Es ist bei einem so konstant drehenden Wind sehr schwierig."

Starke Blockleistung von Ranghieri
Ein fast noch größeres Problem sah Horst in der Blockleistung von Ranghieri. "Er ist wahrscheinlich der derzeit beste Blockspieler der Welt. Er hat uns viel Druck gemacht, und wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden." Die Italiener hingegen schon, und da waren sie nicht mehr zu stoppen. "Sie sind spielerische Typen. Wenn sie drinnen sind, dann spielen sie ganz locker und sich in einen Rausch hinein. Dann kann es so ausgehen, wie es heute ausgegangen ist."

Ein großes Ärgernis für Doppler/Horst waren die Challenge-Entscheidungen, ähnlich dem Hawk-Eye im Tennis. Ende des ersten Satzes wurde einer Challenge der Österreicher nicht stattgegeben, obwohl das Video Gegenteiliges gezeigt und Ranghieri zugegeben hatte, dass er den Angriffsball am Block noch berührt hatte. Auch eine Entscheidung zu Beginn des zweiten Satzes lief gegen Doppler/Horst. "Die Entscheidungen waren eine Katastrophe", sagte Doppler.

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