So, 19. November 2017

Turnier in Wimbledon

08.07.2016 20:27

Federer verpasst Finale durch Pleite gegen Raonic

Roger Federer hat die Chance auf seinen achten Wimbledon-Sieg (vorerst?) vertan. Trotz einer 2:1-Satzführung scheiterte der Schweizer am Freitag im Halbfinale am Kanadier Milos Raonic. Das 3:6, 7:6(3), 6:4, 5:7, 3:6 in fünf Sätzen beendete seine Hoffnungen, am Sonntag ein weiteres Mal die wertvollste Trophäe seines Sports in den Händen zu halten. Statt des Publikumslieblings erreichte der Weltranglisten-Siebente Raonic das Endspiel, als erster Kanadier bei den Herren bei einem Grand-Slam-Turnier. Der 25-Jährige trifft im Kampf um den Titel nun auf den Briten Andy Murray.

Vorbei sind dagegen Federers Träume vom dritten Wimbledon-Endspiel in Serie. Seine ohnehin einzigartige Karriere hätte er da gerne weiter veredelt. In den vergangenen beiden Jahren verlor Federer bei dem Rasenturnier an der Church Road jeweils im Endspiel gegen Novak Djokovic. Mit dem Drittrunden-Aus des Serben hatten sich seine Chancen eigentlich verbessert gehabt. "Das schmerzt! Ich hätte es schaffen können", sagte Federer nach dem verpassten Finaleinzug. Es wäre sein elftes Wimbledon-Finale gewesen. "Die Möglichkeiten im vierten Satz waren da."

"Es war ein Sturz, wie ich ihn vorher noch nie hatte"
Gegen den Kanadier Raonic vergab Federer im vierten Satz die Chance auf den Tiebreak, verlor stattdessen seinen Aufschlag und musste den Satzausgleich hinnehmen. Der 34-Jährige ließ sich am Oberschenkel behandeln und sorgte kurz darauf für einen kurzen Schreckmoment. Bei 1:2 im entscheidenden Durchgang stolperte er, blieb kurz liegen und setzte sich dann auf seinen Stuhl. Federer spielte zwar weiter, kassierte aber wenig später das Break, das seine Niederlage einleitete. "Ich hoffe, es ist nicht so schlimm. Es war ein Sturz, wie ich ihn vorher noch nie hatte", sagte er.

Dabei hatte zuvor vieles für Federer gesprochen. Nach dem verlorenen ersten Satz meldete er sich mit dem gewonnenen Tiebreak im zweiten Abschnitt zurück und entschied auch den dritten Durchgang für sich. Doch nach 3:25 Stunden musste er Raonic gratulieren. "Es war ein unglaubliches Comeback von mir", sagte der Sieger. Mit Zweifeln war der zweifache Zwillingsvater diesmal nach London gereist, nachdem er sich zu Beginn der Saison erstmals in seiner Karriere einer Operation unterzogen hatte. Beim Baden seiner Töchter hatte er sich den Meniskus gerissen.

Murray mit der Chance auf seinen zweiten Titel nach 2013
Einen schöneren Abend gab es indes wenige Stunden später für den Briten Andy Murray, der zum dritten Mal ins Wimbledon-Finale einziehen konnte. Murray setzte sich am Freitag problemlos 6:3, 6:3, 6:3 gegen den Tschechen Tomas Berdych durch und hat die Chance auf seinen zweiten Wimbledon-Titel nach 2013.

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