Mo, 23. Oktober 2017

Neo-Trainer im Video

09.06.2016 16:26

Rapids Büskens: „Wir müssen den Wahnsinn bündeln“

"Ich wurde in einem Arbeiterviertel von Düsseldorf geboren, habe 20 Jahre für einen Kumpel- und Malocher Klub gearbeitet." Keine unnötigen Meter - Mike Büskens versuchte am Donnerstag bei seiner Präsentation (oben im Video) im Happel-Stadion, den kürzesten Weg in die Herzen der Rapid-Fans zu nehmen. Schlagfertigkeit bewies er. Humor. Nur die Ansage vom Meistertitel wollte dem 48-Jährigen, der vorerst mit dem alten Rapid-Betreuerstab weitermacht, einfach nicht über die Lippen kommen.

"Aber ich kenne die Sehnsüchte und Träume der Fans, bin erst zufrieden, wenn ich etwas gewonnen habe", so der Ex-Schalker. Neben dem Präsident Krammer Ex-Coach Barisic für seine Verdienste Rosen streute, zwischen den Zeilen war aber auch Kritik durchzuhören: "Spieler zu entwickeln kann nie alleine ein Ziel sein, sondern immer nur Mittel, um Erfolge zu feiern. Und um die geht es!"

Vor knapp elf Jahren wäre Büskens bereits fast in Wien gelandet - als Spieler. "Trainer Hickersberger wollte mich, aus privaten Gründen sagte ich aber ab." Seither verfolgt er den rot-weiß-roten Fußball genauer. Beim Vizemeister will er viel aus der Ära Barisic fortsetzen, "auf Zwang alles umzukrempeln kostet meist nur Geld. Die Voraussetzungen sind mit den begeisterungsfähigen Fans und dem Stadion da - wenn wir den Wahnsinn bündeln, ist ganz viel möglich". Für Sportchef Müller wäre ganz viel der Titel: "Wir müssen in die Saison starten, um Meister werden zu wollen. Sollte es nicht reichen, muss es so sein, dass wir uns keinen Vorwurf machen können." Anders als jetzt. Zu naiv, fahrlässig, sei das Team letzte Saison teilweise gewesen.

Vor zweieinhalb Wochen gab es daher den ersten Kontakt mit Büskens, der am Sonntag zusagte, bereit zu stehen, Montag folgte die Trennung von Barisic. Jene von Kainz steht wohl unmittelbar bevor: "Wenn ein Angebot kommt, müssen wir fair sein, noch ist es aber nicht so weit", sagt Müller.

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