So, 22. Oktober 2017

Terminkollision

16.04.2016 13:34

Kein Weltcup-Skifliegen am Kulm 2017

Das traditionelle Skifliegen am Kulm scheint in der kommenden Saison nicht im Skisprung-Weltcupkalender auf. Teils aus Termingründen, teils aufgrund der grundsätzlich schwierigen Rahmenbedingungen legt die Weitenjagd eine Pause ein, sagte Hubert Neuper am Samstag. Der Kulm-Organisator begreift das als Chance, die Veranstaltung konzeptuell auf neue Beine zu stellen.

Nach der Skiflug-WM in diesem Jahr hatte es noch geheißen, die Skiflug-Show werde im März 2017 ins steirische Salzkammergut zurückkehren. "Diesen Termin hätten wir auch wahrgenommen", sagte Neuper. Die Pläne der FIS hätten sich jedoch in den vergangenen Wochen entscheidend geändert, bestätigte der 55-Jährige. Im März setzt der Weltverband nämlich auf die neue Serie "Norwegian Tournament" mit insgesamt sechs Bewerben in Oslo, Lillehammer, Trondheim und Vikersund. Der Kulm-Event flog somit aus dem Programm.

Die Termin-Alternative wäre das Wochenende nach der Vierschanzentournee gewesen. Da das Finalspringen der Tournee in Bischofshofen 2017 auf einen Samstag fällt, war das betreffende Wochenende das zweite im Jänner. "Da finden aber in Österreich Skirennen bei den Damen statt, daher haben wir in Abstimmung mit dem ÖSV entschieden, dass wir es nicht machen", erklärte Neuper, der mit dieser Lösung jedoch gut leben kann.

Neuper: "Habe ein Konzept im Kopf"
"Wir müssen die Schanze noch einmal ein bisschen adaptierten und auch das Konzept der Veranstaltung neu überdenken. Dafür haben wir jetzt ein bisschen Zeit", sagte der Steirer, der bereits mit einigen Ideen schwanger ist. "Ich habe ein Konzept im Kopf. Es wird aber etwas dauern, bis man das umsetzen kann".

Letztlich gehe es auch um die Frage, wie vor dem Hintergrund von Compliance-Vorgaben, eines hart umkämpften Sponsorenmarktes und der neuen Registrierkassenpflicht das wirtschaftliche Überleben gesichert werden kann. "Es ist so, dass eine Veranstaltung wie der Kulm jetzt 40 Registrierkassen braucht", merkte Neuper an. "Wir respektieren die Gesetze, versuchen innerhalb dieser Bedingungen neue Wege zu gehen. Dann sehen wir eh, ob es funktioniert. Wenn es nicht geht, dann muss man es eben lassen."

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