Mi, 13. Dezember 2017

"Krone"-Ombudsfrau

19.04.2016 15:38

Kakerlaken als Haustiere im Hotelzimmer?

Mehr als 3000 Euro haben Herr und Frau L. aus der Steiermark für ihren Urlaub auf Gran Canaria bezahlt. Dort mussten sie ihr Apartment mit Kakerlaken teilen. Als Entschädigung hat der Reiseveranstalter 100 Euro angeboten...

Bereits 8-mal haben Frau L. und ihr Mann Urlaub auf Gran Canaria gemacht. Die jüngste Reise zu der Insel im Atlantik war aber eine Enttäuschung. Nicht nur wegen der unliebsamen Mitbewohner. "Im Wohnzimmer ist nach und nach die Mauer abgebröckelt, dahinter kam Schimmel zum Vorschein", schildert die Steirerin.

Um die Kakerlaken los zu werden, stellte das Hotel dem Ehepaar immerhin einen Spray zur Verfügung. Ohne den gewünschten Erfolg. "In einer Nacht haben wir 15 Kakerlaken gezählt. Sie fielen sogar von den Kleidern im Schrank. Auf unsere schriftliche Beschwerde argumentierte die Reiseleiterin, dass Kakerlaken auf den Kanaren Haustiere sind", teilte uns die Steirerin empört mit. Als Entschädigung hat das Hotel vor Ort ein Abendessen um 70 Euro angeboten, was die Urlauber dankend ablehnten. Sie hatten ohnehin für einen All-inklusive-Urlaub bezahlt. Auch mit den vom Reiseveranstalter gebotenen 50 Euro waren sie nicht einverstanden.

Nach unserer Anfrage hat ITS Billa Reisen auf 100 Euro nachgebessert. Kakerlaken im Zimmer seien zwar unangenehm, würden in diesem Reiseland jedoch keinen Reisemangel begründen. Schimmel hätte man im Apartment keinen gefunden, lediglich schadhaften Verputz. Frau L. ist jedenfalls enttäuscht: "Ich habe noch nie eine Reisereklamation gemacht, daher habe ich keine Erfahrung, aber 100 Euro finde ich für die Unannehmlichkeiten etwas mager". Das fand offenbar auch die Geschäftsführung von ITS Billa Reisen und hat das Angebot nun auf 500 Euro erhöht.

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