Di, 24. Oktober 2017

Mehrere Warnschüsse

08.04.2016 07:52

Junge Gewalttäter nach wilder Verfolgung gefasst

Eine wilde Verfolgungsjagd haben zwei erst 17 Jahre alte Autodiebe den Polizisten im niederösterreichischen Tullnerfeld geliefert. Gleich sieben Streifenwagen fuhren dem Duo hinterher, das bei Rot über Kreuzungen und mit mehr als 100 Sachen durch Ortschaften raste. Erst nach einem Unfall und mehreren Warnschüssen ergaben sich die beiden jungen Wiener, die auch für mehrere Gewaltdelikte verantwortlich sein dürften.

"Beim Sportplatz schlafen zwei Verdächtige in einem Mercedes", meldete ein Zeuge bei der Polizei am Dienstagvormittag in Sieghartskirchen. Doch als die Uniformierten die Schlafenden kontrollieren wollten, startete der Fahrer, trat das Gaspedal durch und raste Richtung Tulln davon. Eine Anfrage ergab, dass die Kennzeichen in der Nacht auf Donnerstag in Purkersdorf gestohlen worden waren.

Polizeiauto in Unfall verwickelt
Im Zuge einer Großfahndung verfolgten schließlich sieben Streifenwagen den Mercedes rund 35 Kilometer weit: Die Jagd erstreckte sich über die B1 und die B19 und weiter Richtung Zwentendorf. Neben weit überhöhter Geschwindigkeit begingen die Flüchtenden Vorrangverletzungen, fuhren bei Rot über eine Kreuzung. Auf ihrer wilden Fahrt durch den Bezirk beschädigten die Verdächtigen nicht nur das Fahrzeug, in dem sie unterwegs waren, sondern streiften bei einem Überholmanöver auch einen Pkw.

Die nachfahrende Streife konnte trotz Notbremsung eine Kollision mit dem abgedrängten Auto und einem entgegenkommenden Lkw nicht verhindern. Die Fahrzeuge wurden zum Teil erheblich beschädigt, aber niemand verletzt. In einem Kreisverkehr stieß der Lenker mit dem Wagen dann gegen den Randstein, wodurch sich der linke Vorderreifen von der Felge löste.

Warnschüsse abgegeben
Schließlich rasten die Verdächtigen auf einer Schotterstraße Richtung Michelhausen, wobei der Wagen vermutlich durch das Fahren auf der Felge von der Fahrbahn abkam und in einem Bachbett landete. Der in Wien gestohlene Taxi-Pkw wurde dabei erheblich beschädigt. Lenker und Beifahrer sprangen heraus und liefen davon. Polizisten nahmen ebenfalls zu Fuß die Verfolgung auf, feuerten zwei Warnschüsse ab und konnten die beiden letztlich schnappen.

"Nur dank des professionellen Einsatzes unserer Beamten gab es trotz der Amokfahrt im Höllentempo keine Verletzten", fasst der niederösterreichische Sicherheitsdirektor Franz Prucher den Einsatz zusammen. Wie die laufenden Ermittlungen ergaben, dürfte das Duo zudem für mehrere Gewalttaten in Wien und Niederösterreich verantwortlich sein.

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