Di, 21. November 2017

Hecken gerodet

06.04.2016 15:09

„Kahlschlag“ gegen Kriminelle

Dass der Stadtpark in Wiener Neustadt ein Zentrum der Drogenkriminalität ist, hat die örtliche Politik bereits zugegeben. Gemeinsam mit der Exekutive hat man den Dealern - wie berichtet - den Kampf angesagt. Doch nicht etwa Polizisten kommen nun zum Einsatz, sondern die Stadtgärtner. Und nicht zur Freude aller …

"Wir haben uns dazu entschlossen, die Hecken im Stadtpark auszudünnen, um es den Verbrechern zu erschweren, sich im Dickicht vor den Kontrollen zu verstecken", heißt es dazu aus dem Rathaus. Ziel des Kahlschlags: die in der Vergangenheit überwuchernde Drogenkriminalität im Zentrum in den Griff zu bekommen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Strategie der Politik bald Früchte trägt. Denn Anrainer und Spaziergänger sind von den Rodungsarbeiten nicht gerade begeistert. Sie sprechen von einer regelrechten Verwüstung der Anlage. "Eigentlich sollte jetzt doch alles in bunten Farben erblühen. Stattdessen sieht man überall nur karge Äste", ärgert sich ein Einwohner.

Den Frust der Bürger bekommen in erster Linie die Gemeindearbeiter zu spüren - sie sollen während ihrer Arbeit zum Teil sogar wüst beschimpft worden sein.

Doch dass eine Gemeinde mit ihren Maßnahmen die Exekutive unterstützt, wird immer häufiger. Zuletzt kündigte man in Willendorf im Bezirk Neunkirchen an, Wohnstraßen nun die ganze Nacht zu beleuchten, um Einbrecher zu verjagen. Ein Anrainer: "Mit mehr Polizeikontrollen hätte ich mich aber noch sicherer gefühlt."

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